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It’s a celebration

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, der rote Teppich wird ausgerollt, alles nochmal gefegt und Staub gewischt. Die Gäste sind geladen, Reden geschrieben. Tischschmuck, Blumen, Essen, Getränke, Geschenke. Es ist an alles gedacht. Ein rauschendes Fest steht bevor. Noch schnell zum Schneider und die Abendgarderobe richten, Reinigung – check, Auto gesaugt – check, getankt – check, Brille dabei – check. Es kann los gehen. Das Komische ist, bei der Party fehlt das Geburtstagskind! Gäste gibt es viele. Kenner, Gönner, Kunden, Geschäftspartner. Nur der Jubilar wird nicht kommen. Im Grunde ist das auch gut so, denn wenn alle ca. 13.000 kommen würden, wären Säle zu knapp, das Essen viel zu wenig und ein Abend zu kurz. Die fast 13.000 bleiben wo sie sind. Verharren der Dinge, bis am nächsten Tag wieder die Glocke ertönt und auf dem Parkett der Bulle den Bären jagt. Na, schon eine Idee? Richtig!! Am 01. Juli 1988 „geboren“ wird der Deutsche Aktienindex „DAX“ bald 30 Jahre alt. Eine Zeit voller Steigerungen, Kreisen und Abstürze. Trotzdem, rückblickend ging es immer weiter bergauf. So heben wir die Gläser und wünschen uns gegenseitig alles Gute! Schauen wir auf die nächsten 30 Jahre, kann man schon mal fragen, ob wir die Welt von heute, wenn der Dax die 60 erreicht, noch irgendwie erkennen können. Bei allem agilen Wandel, digitaler Stürme und der Performance der Bitcoins. Ob der Dax schon vor 60 in Rente geht? Als Poster in alten Bankzentralen verstaubt? Man weiß es nicht. Warten wir es ab. Bis dahin lohnt die Lektüre der Börsen Zeitung hier.

Peter Kraft

Mensch oder Maschine?

Kennen Sie den Enkeltrick? Bei dieser Betrugsmasche werden Menschen systematisch mit dem Vorwand angerufen, ein naher Angehöriger würde sich in einer finanziellen Schieflage befinden. Das Opfer wird dann dazu gedrängt einen hohen Geldbetrag abzuheben und diesen anschließend einem Mittelsmann zu übergeben.

Diese Masche läuft seit 20 Jahren durchaus erfolgreich und könnte bald ein technologisches Upgrade erfahren: Das vollautomatisierte Telefonat durch einen Sprachroboter.

Google Chef Sundar Pichai hat vor drei Wochen sein Publikum damit verblüfft, dass er mittels eines Sprachbots den Versuch startete in einem Restaurant einen Tisch zu reservieren. Das Faszinierende, neben der Tatsache, dass die angerufene Restaurantangestellte gar nicht merkte, dass sie mit einer Maschine telefonierte: Als Zuhörer war man emotional dazu verleitet, eher Sympathie für den Computer zu empfinden – also für eine Person die de facto gar nicht existierte.

Die Unterscheidbarkeit zwischen Mensch und Maschine wird mit jedem Fortschritt in der Robotik ein wenig schwieriger. Gestern noch war das verbale Gespräch ein deutliches Merkmal für die menschliche Kommunikation. Seit einigen Wochen nun nicht mehr. Dieser Umstand schürt die Angst sozialer Folgen.

In „Der Spiegel“-Kolumne hat sich Christian Stöcker (Kognitionspsychologe) sehr ausführlich mit dieser Thematik beschäftigt. Er plädiert dafür, dass wir unsere gesellschaftlichen Gesetze und Normen rechtzeitig der modernen Welt anpassen sollten. Andernfalls könnte es passieren, dass der nächste Anrufer gar kein wirklicher Anrufer mehr ist, wir es aber gar nicht bemerken.

Auf welche Regeln müssen wir uns als Gesellschaft einigen? Noch haben wir die Möglichkeit präventiv zu agieren. Es ist nur die Frage: Wie lange noch?

Florian Imhäuser

Innovationen im Dienstleistungsbereich: schneller, besser, billiger, einmalig!

Was unterscheidet ein neues Apple iPhone Modell von der Implementierung eines Chatbots, der Kundenanfragen auf Ihrer Homepage beantwortet?

Beim Thema Innovation denken wir häufig an neue Produkte. Dabei sind es die Innovationen im Dienstleistungsbereich, auf die 68,7 % der Bruttowertschöpfung in Deutschland entfallen. Zudem sind 74,5% der Erwerbstätigen in Deutschland in diesem Bereich beschäftigt, sodass diesem eine höhere öffentliche Bedeutung beigemessen werden sollte. Verstärkend wirkt, dass sich die Wertschöpfung zunehmend von Produkten hin zu Services und Software verschiebt.

Im Grunde sind Innovationen im Dienstleistungsbereich den „herkömmlichen“ Innovationen im Bereich der Sachgüter sehr ähnlich. Im Innovationsmanagement unterscheidet man genauso zwischen systemischer Planung, Organisation und Kontrolle des Prozesses. Aber Dienstleistungen sind intangibel und schlecht beschreibbar. Und in der Regel ist der Kunde als externer Faktor an der Leistungserstellung beteiligt, wodurch Market-Pull-Innovationen gegenüber Technology-Push-Innovationen dominieren.

Dienstleistungen sind tendenziell eher Vertrauensgüter, also solche, bei denen der Nutzen bzw. die Qualität der Leistung für den Kunden selbst nach Inanspruchnahme nicht eindeutig erkennbar sind,
z. B. medizinische Diagnosen, KFZ-Reparaturen oder rechtliche Beratungen.

Ein weiteres Problem liegt in der Messung der Innovationen. Gebräuchliche Innovationsindikatoren können nicht übertragen werden. Innovationen im DL-Bereich werden häufig dem verarbeitenden Gewerbe zugeordnet und das Innovationsverständnis im DL-Bereich ist unterentwickelt. Als wesentliche Innovationshemmnisse können Mangel an Finanzierungsquellen, Fachpersonal und Kundenakzeptanz gesehen werden. Dabei zählt der Bereich der wissensintensiven Dienstleistungsunternehmen zu den aktivsten Innovatoren der Wirtschaft (z. B. Wirtschafts- und Rechtsberatungen, Mediendienstleister oder Architekturplanungen

Im Dienstleistungsbereich gibt es vier wesentliche Formen von Innovationserfolgen:

  1. Produktinnovation und Qualität
  2. Verringerung der Vorlaufzeit bei der Dienstleistungsentwicklung
  3. Qualitätsverbesserung der Dienstleistung
  4. Kosteneinsparung

Sind auch Sie auf der Jagd nach neuen Innovationen? Wir haben da etwas für Sie… INNOVERSITY®

Philipp Hartmann

Führung im „DIGITAL CHANGE“

Ist das überhaupt möglich? Wie führt man ein Unternehmen erfolgreich, wenn es sich ständig anpassen und neu entdecken muss?

Ja, es ist möglich! Stichwort: „Ambidextrie“ (Beidhändigkeit). Neue Aufgaben sind durch digitale und kulturelle Veränderungen an der Tagesordnung. Führungskräfte benötigen eine Alternative zum klassischen Führungsstil. Diese Alternative bietet die „Beidhändige Führung“ (Julia Duwe, Beidhändige Führung. Springer, 2017). Sie ist nicht ausschließlich auf bestehende Arbeitsabläufe ausgelegt. Vielmehr befähigt sie Teams dazu, neue Prozesse zu explorieren. Klingt kompliziert? Stimmt! Schauen wir, was dahintersteckt.

Sie kennen doch sicher den Satz „Mit Herz und Verstand“. Oder? Genau so funktioniert Führung heute. Der Verstand kennt die Strukturen und das Kerngeschäft. Alles hat seine Ordnung und jeder weiß was er zu tun hat. Der klassische Führungsstil. Dazu kommt das Herz. Emotion. Leidenschaft, wenn man so will. Es geht darum, zukunftsorientiert zu sein. Strukturen aufbrechen und das Unternehmen in neue Gefilde führen. Für die Führungskraft durchaus eine Herausforderung. Sie gibt viel Verantwortung an die Mitarbeiter ab und ist zentrales Vorbild. Eine Vision wird vorgelebt. Mitarbeiter sind motiviert aus ihrer Komfortzone herauszutreten. Zweck ist die gemeinsame Entwicklung neuer Ziele und Ideen. Die sollen sich wachstumsfördernd und gewinnbringend für das Unternehmen äußern. Wichtig dabei: Die Fähigkeit der Führungskraft, mit neuen Situationen umzugehen. Welche Art der Führung ist gefordert? Herz oder Verstand? Wie meistere ich diese Situation?

Ambidextrie“. Erschreckt Sie dieses Wort immer noch? Keine Angst, Sie sind nicht allein. Veränderungen gehen immer einher mit Unsicherheit. Doch dieses Werkzeug befähigt Sie dazu, die Veränderungen selbst anzutreiben. So ist Ihr Unternehmen für die Zukunft gerüstet und kann vom Wandel profitieren.

Caroline Wanza

Böning-Consult® in eigener Sache

In der Psychologie beschäftigt man sich häufig mit Wechselbeziehungen zwischen Mensch und Umwelt. Wie reagiert ein Mensch auf bestimmte Reize und Veränderungen? Wie geht er damit um? Mich interessiert diese Fragestellung vor allem im Hinblick darauf wie sich ganze Systeme und Organisationen diesen Veränderungen aussetzen und wie man sie in der heutigen Zeit, wo Veränderung eine der wenigen Konstanten in der Welt der Wirtschaft geworden ist, dabei unterstützen kann.

Bei Böning-Consult erhalte ich für die nächsten 10 Wochen meines Praktikums die Möglichkeit Einblicke zu erhalten in genau diese Art von Veränderungsmanagement und freue mich auf eine spannende und lehrreiche Zeit.

Mein Name ist Caroline Wanza, ich bin 22 Jahre alt und studiere im 6. Semester Psychologie an der Philipps-Universität in Marburg mit den Schwerpunkten Arbeits- und Organisationspsychologie und Klinischer Psychologie. Meine Freizeit verbringe ich gerne mit anderen Menschen. Vom gemütlichen Abend mit Freunden bis zum gemeinsamen Schwitzen im Spinningkurs ist alles dabei. Außerdem bin ich ein großer Fan von guten Geschichten. Egal ob Buch, Theater oder Film – für eine spannende oder mitreißende Story bin ich immer zu haben.

Mal schauen was ich für eine Geschichte zu erzählen haben werde. Wir dürfen gespannt sein.

Caroline Wanza

Agilität kennt ihre Grenzen

Eine spannende Entwicklung lässt sich in Unternehmen aber auch in Artikeln aller Medien verfolgen. Agil sein gilt als Turbo für die Zukunft und als Medium zur erfolgreichen Umsetzung des digitalen Wandels. Puh, das ist eine Aussage, oder?

Schauen wir uns das genauer an. Unter Agilität verbergen sich zunächst etliche Methoden welche versprechen, schneller und besser sein Ziel zu erreichen. Scrum, Lean, Blue ocean etc. sind nur eine kleine Auswahl der Werkzeugkästen, an die man denken kann. Vor der methodischen Auseinandersetzung sollte jedoch immer eine zentrale Frage beantwortet werden. Kann man eine gesamte Organisation, ein gesamtes Unternehmen agil ausrichten? Antwort, ja man kann, es kommt aber auf den Weg und auf die Zeit an, die man sich dafür nehmen möchte. Agilität hat daher mehrere Säulen, die zu betrachten sind. Dies sind neben einer Strategie und Prozessen, vor allem die Kultur des Unternehmens, das Führungsverständnis und natürlich die Personalentwicklung. Damit wird schon klar, es braucht mehr als nur ausgebildete Agil-Coaches und Multiplikatoren im Unternehmen. Es braucht ein echtes Bekenntnis zu einer in vielen Teilen neuen Ausrichtung – beginnend im eigenen Kopf bis hin zur Abkehr von einer funktional, divisional nach Expertenwissen ausgerichteten Organisationsform hin zu kundenzentrierten Teams. Spätestens hier wird klar, dass der Wandel nur ein längerer Entwicklungsprozess sein kann, der viel mit Ausprobieren zu tun hat. Sobald der Anfang klar ist und der Motor des agilen Wandels im Vorstand sitzt und startet, kann die Transformation über den Wandel des Führungsverhaltens, der Kultur und der Personalarbeit beginnen. Fehlt eine diese Komponenten und wird agil sein nur delegiert, fällt mir Steve Jobs ein, der so etwas „dead on arrival“ nannte. Welche Energie auch immer entfacht wird, Agilität entsteht dadurch nicht, eher Komplexität und Verwirrung.

Peter Kraft

25 Jahre www für alle

Heute ist eine Welt ohne Emails, Social Media und das tägliche Surfen kaum noch vorstellbar. Leicht vergessen ist dabei, dass das Internet noch vor 25 Jahren eine revolutionäre Erfindung war. Am 30.04.1993 wurde das World Wide Web vom Genfer Kernforschungszentrum CERN kostenlos für die Allgemeinheit freigegeben. Möglich wurde das durch die Entwicklungen des Briten Tim Berner-Lees. Er erfand sowohl die Seitenbeschreibungssprache HTML als auch die URL. Auch die erste Website, die heute noch eine Kopie der originalen Inhalte beinhaltet, wurde von ihm erstellt. Berner-Lees www existierte vor der Freistellung 1993 zwar bereits seit ein paar Jahren, war bis dahin jedoch nur für Universitäten und Forschungseinrichtungen zugänglich gewesen. Bis das Internet in Deutschland nicht nur verfügbar, sondern auch verbreitet war dauerte es jedoch noch ein paar weitere Jahre. Laut hr iNFO fragte ein Moderator des ZDF Morgenmagazins noch 1996 einen Experten, ob sich ein Internetzugang für ihn lohnen würde.

Das alles erscheint heute sehr weit weg. Das Internet ist zur Selbstverständlichkeit und zu einem zentralen Teil unseres Arbeitsalltags und Privatlebens geworden. In Diskussionen um die Online-Welt überwiegen immer öfter Kritik und Sorge – kaum verwunderlich in Anbetracht der sich häufenden Datenskandale. Am 25 Jahrestag des öffentlichen Internets ist es vielleicht an der Zeit sich zu fragen, welche Rolle und Funktion die einst revolutionäre Erfindung in unserer Gesellschaft einnehmen sollte. Einige Ideen dazu, wie das Internet uns bei der Lösung bestimmter Zukunftsherausforderungen helfen könnte, stellt die Süddeutsche Zeitung vor. Wie stehen Sie zu dem Thema? Wo sehen Sie Risiken und Möglichkeiten des heutigen Internets?

Leonie Hentrup

Der Wunsch nach einer verstehbaren Welt

Haben Sie den Datenskandal um Facebook und Cambridge Analytica in den letzten Wochen verfolgt? Angeblich schaffte es das Datenanalyse-Unternehmen, 87 Millionen Datensätze abzuzapfen. Damit sollten die US Wahlen im letzten Jahr zugunsten Donald Trumps beeinflusst worden sein.

Aber ist das wirklich die ganze Wahrheit? Oder ist das die Version, die sich in der Öffentlichkeit durchgesetzt hat. Sie nennt einen Schuldigen: die Datenkrake Facebook!

Es ist verführerisch, sich einer einfachen Lösung zu bedienen. Doch ist das dann auch die Wahrheit?

„Die Lüge ist sexier“, sagt der Psychologe Stephan Grünwald in einem Interview in „Deutschlandfunk Kultur“. Sie sei viel einfacher und klarer als die Wirklichkeit. In Zeiten der Digitalisierung haben viele Menschen das Gefühl, dem Weltgeschehen ohnmächtig gegenüber zu stehen. Da liegt der Wunsch nahe, Dinge zu simplifizieren und die Wirklichkeit mit all ihren Grautönen und Schattierungen auszublenden. Wer sich jedoch dem Anspruch stellen möchte, in einer „realen“ Welt zu leben, dem empfiehlt Grünewald, sich nicht nur mit Positionen zu umgeben, die der eigenen entsprechen. „Haben wir den Mut, uns mit dem Fremden und mit dem Befremden zu befassen! Sprechen wir in der Bahn mit Leuten, die ganz anders sind! Öffnen wir den Blick!“

Im aktuellen Datenskandal um Facebook bedeutet dies, den eigenen Anspruch zu haben, sich in die Materie einzulesen und Experten zu Rate zu ziehen. Ein solcher ist beispielsweise der Digitaljournalist des ARD, Dennis Horn. Dieser hat sich dem Thema von fachlicher Seite genähert. In seinem Artikel „Der Facebook-Skandal aber sortiert“ beleuchtet er die Zustände aus verschiedenen Blickwinkeln und findet mehr als nur den einzelnen Sündenbock.

Haben Sie Fragen oder ist bei Ihnen der Wunsch nach einer Diskussion entstanden? Dann freue ich mich auf Ihren Anruf! Lassen Sie uns ganz im Sinne von Herrn Grünwald handeln: „Öffnen wir den Blick!“

Florian Imhäuser

 

Digital vs. Analog

Hätten Sie gewusst, dass uns Digitales weniger wert ist?

Die Wissenschaftler Atasoy und Morewedge der Universität Basel und der Boston University boten Touristen auf dem Bostoner „Freedom Trail“ ein Erinnerungsfoto mit einem historisch verkleideten Schauspieler an. Es gab zwei verschiedene Arten, wie die Touristen ihr Foto erhielten. Die erste Gruppe erhielt direkt ein digitales Foto per Email, die zweite Gruppe bekam direkt ein ausgedrucktes Polaroid-Foto. Im Anschluss wurde um ein Dankeschön in Form einer kleinen Spende für eine geschichtsträchtige Kirche gebeten. Die Ergebnisse zeigten, dass die Spende der analog Fotografierten fast 50% größer ausfiel, als die der Toursiten, die ihr Bild nicht direkt anfassen und mitnehmen konnten.

Erklären lässt sich dieses Verhalten an dem sogenannten Eigentumsgefühl, welches durch das physische Anfassen, Festhalten und Kontrollieren entsteht. Digitalen Produkten wird ein geringerer Wert zugemessen: „Wenn physische Güter – gedruckte Bücher, Fotoprints oder DVDs – digitalisiert werden, verlieren sie in den Augen der Käufer einen Teil ihres Werts.“

Von welchen Herausforderungen Unternehmen in diesem Zusammenhang stehen und wie sie digitale Produkte so gestalten können, dass sie den psychologischen wert für die Kunden nicht verlieren, erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe des Harvard Business Manager.

Hannah Neugebauer

 

Resilienz-Trainings – kein Mittel gegen den täglichen Stress

Wenn von Resilienz am Arbeitsplatz die Rede ist, wird oft die psychische Widerstandskraft, also die Fähigkeit einer Person beschrieben, schwierige Situationen ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen. Doch obwohl der Begriff gerade sehr modern ist und vielfach verwendet wird, muss man vor einem zu optimistischen Einsatz warnen. Neben der Resilienz gilt es gleichermaßen auch die Leistungsfähigkeit und körperliche Gesundheit zu beachten. Aufgrund der Beschleunigung von Kommunikation, den Effekten „DER Digitalisierung“ und Flexibilisierung von Ort und Zeit scheint es verlockend, Resilienz zu trainieren und damit dem Druck der zunehmenden quantitativen Zielvorgaben Stand zu halten. Klingt nach einem Erfolgsmodell!? Leider falsch! Immun wird man dadurch nicht und auch keine Maschine. Wir Menschen funktionieren „leider“ so, dass unsere Emotionen auch immer wieder zum Vorschein kommen. So spricht nichts gegen das Erreichen von Zielen, geht es jedoch nicht, diese ohne jeden Sinn und Erfüllung zu erreichen. Unser Streben nach einer Aufgabe die wir mit Überzeugung tun ist nicht mit Resilienztraining ab-trainierbar. Eine spannende Abhandlung über die fünf Gefahren, wenn man ganz auf Resilienz setzt findet sich in der aktuellen Ausgabe der zfo – Zeitschrift Führung + Organisation.

Peter Kraft

Das neue Buch von Uwe Böning, Brigitte Fritschle und Stefan Oefner-Py

Führungsleben: Inside Leadership – Top-Manager im persönlichen Interview
Dieses Buch macht die psychologische Wirklichkeit des Führungsalltags in Unternehmen ungeschminkt sichtbar, indem es Top-Manager und Führungskräfte unterschiedlicher Bereiche sehr persönlich – manchmal anonym – zu Wort kommen lässt: Managerinnen und Manager aus den Branchen Energie, Industrie, Banking, Politik, Beratung, Architektur, Universität und Schule, Küche, Kunst und Kirche berichten in ausführlichen Interviews sehr authentisch, manchmal etwas „ungeschliffen“, aber immer sehr ehrlich aus ihrem „Führungsleben“, von den ersten Erlebnissen mit dem Phänomen Führung über schwierige (Grenz-)Erfahrungen und Misserfolge bis hin zu Erfolgserlebnissen und ihren ganz persönlichen Lernerfahrungen. Herausgekommen ist ein Kaleidoskop an realen Führungsgegebenheiten, die den Leserinnen und Lesern realistische Impulse geben und mit denen sich alle, die sich mit Führung befassen, auseinandersetzen müssen, ob gewollt oder nicht. Ein Buch für alle, die geduldig etwas tiefer hinter die Kulissen der Führungsetagen blicken möchten – jenseits der üblichen Werbebotschaften, Führungsratgeber und Erfolgsrezepte.
Hier können Sie das Buch bestellen

Böning-Consult® in eigener Sache

Nach meinen Abitur stand ich vor der Frage: Studium der Betriebswirtschaftslehre oder Studium der Psychologie? Knapp 4 Jahre später stehe ich vor meinem Bachelorabschluss und bin überglücklich über die Entscheidung mich für die Psychologie entschieden zu haben. In den letzten Jahren habe ich viel über das menschliche Verhalten, Erleben und deren Ursachen erlernt. Es ist spannend, die Wechselwirkung von Mensch, Arbeit und Organisation zu erforschen, zu entwickeln und, vor allem, zu verbessern.

Ich liebe die Berge, egal ob im Sommer oder im Winter. Als ehemalige Leistungsschwimmerin kann ich mich jedoch auch nicht den größten Wellen des Meeres entziehen. Somit stelle ich mich jederzeit neuen Herausforderungen und lerne gerne durch jede neue Erfahrung dazu.

Ab April werde ich meine Bachelorarbeit an der Universität Kassel mit dem Titel „Don‘t interrupt me while I‘m interrupting“ schreiben und im Sommer meinen Master in Allgemeiner Psychologie mit dem Schwerpunkt Arbeits- und Organisationspsychologie beginnen.

Ich bin Hannah Neugebauer, 21 Jahre alt und darf, ab sofort, für 6 Wochen als Praktikantin Teil des Teams von Böning-Consult sein. Ich freue mich auf die spannende und lehrreiche Zeit!

Hannah Neugebauer

Wie finden und fördern Sie Talente?

Eine Möglichkeit, effektiv Talente zu finden und fördern, ist ein verändertes Recruitment und agilere Führung. Active Sourcing, also eigenständige Kontaktaufnahme mit potentiellen Bewerbern, hat einigen Unternehmen geholfen, ihren Bewerberpool zu vergrößern. Bewerber im Interview kollegial und gleichwertig zu behandeln, kann Talente für das eigene Unternehmen begeistern. Die Talentförderung in Unternehmen sollte zur Kultur und zu den Mitarbeitern passen. Kontextabhängig kann das eine verstärkte Abgabe von Verantwortung an Mitarbeiter sein: Die eigene Gestaltung von Aufgaben kann Mitarbeitern Freiräume für neue Ideen ermöglichen. Und was wäre passend für Ihr Unternehmen? Die Sonderausgabe des Harvard Business Managers präsentiert zwanzig verschiedene Standpunkte zum Thema Talent.

Aber was ist überhaupt Talent? Unser Gehirn ermöglicht es uns, fast alles zu lernen. Manche Fähigkeiten eignen wir uns allerdings leichter an als andere und diese Fähigkeiten nennt man Talente. Bei Kindern erkennt man solche Begabungen schnell. Manche fangen früher an zu malen, andere zu singen – das zeigt Talent. Jeder Mensch hat Talente, oft werden diese aber nicht erkannt, weil sie in unserer Gesellschaft wenig Nutzen haben. In unserem Bildungssystem wird vor allem analytisches Denken gefordert. Auch Unternehmen sind in Ihrer Förderung teilweise nicht offen genug. Geht es darum, aktuelle Führungskräfte zu kopieren, oder echte Begabungen von Mitarbeitern zu fördern? Gerne unterstützen wir Sie, das Potential Ihrer Mitarbeiter zu erkennen und zu nutzen.

Leonie Hentrup

Böning-Consult® in eigener Sache

„Schuster bleib bei deinen Leisten“ – von wegen. Als gelernter Bankkaufmann aus Hamburg hat es mich in die Finanzmetropole Frankfurt gezogen. Warum es in diesem Falle eher nicht der Norm entspricht? Da lohnt sich ein kurzer Blick hinter die Kulissen, …

8 spannende Berufsjahre bei international agierenden Finanzdienstleistern haben mich eines gelehrt: „Nichts ist so beständig wie der Wandel!“ Aber wenn sich schon alles ändert, warum dann nicht den Wandel aktiv mitgestalten? Und so gab ich meinem Berufsprofil eine neue Richtung. Der erste Schritt: mein Studium der Wirtschaftspsychologie. Hier bekam ich tiefe Einblicke, wie psychologische Methoden effektiv für die Entwicklung von Organisationen genutzt werden. Mit dem Bachelorabschluss in der Tasche, wechselte ich in eine der führenden Managementberatungen.

Und wo? Frankfurt natürlich. Denn wenn man schon aus seiner Branche wechselt und die disruptiven Ideen der FinTech Szene aber weiterhin verstehen möchte, ist ein Umzug ins Herz der europäischen Finanzschmiede am Main vor allem eines: konsequent. Dabei genieße ich in meiner Freizeit die landschaftlichen „Assets“ des Rhein-Main-Gebiets.  Als passionierter Motorradfahrer tausche ich die norddeutsche Küstenregion gegen die bergige Landschaft Hessens – kein schlechter Deal. Wenn Sie auch Outdoor-Sportler sind, begegnen wir uns vielleicht mal im Frankfurter Hafenpark. Sie erkennen mich am „Moin, moin“.

Florian Imhäuser

Spieltheorie zum Anfassen: Ein günstigeres Auto in nur 3 Schritten

Wirtschaftliche Theorien sind theoretisch interessant. Aber praktisch wäre es, wenn wir sie auch selbst und einfach anwenden könnten.  Nehmen wir die Spieltheorie. Mit ihr wird Ihr persönliches und geschäftliches Leben in 2018 günstiger. Und so geht’s – erklärt Bruce Bueno de Mesquita in seinem Videovortrag am Beispiel eines Autokaufs.

Schritt 1: Sie entscheiden was genau für ein Auto Sie kaufen wollen (Model, Farbe, eventuelle Extras).

Schritt 2: Sie rufen alle Autohändler in Ihrem Umkreis an, bzw. diejenigen, bei denen Sie eventuell das von Ihnen gewählte Auto kaufen würden. Sie rufen am besten früh morgens an und sagen zum Beispiel folgendes: „Heute Nachmittag um genau 17 Uhr habe ich vor, dieses oder jenes Auto zu kaufen. Ich habe alle Händler im Umkreis angerufen und werde das Angebot von dem Händler akzeptieren, der mir der niedrigsten Preis bietet. Es muss ein Gesamtpreis sein inkl. aller Steuern“.

Schritt 3: Um 17 Uhr können Sie das beste Angebot annehmen.

Warum ist das eine gute Strategie? In der Spieltheorie handelt es sich um die Frage was der Wettbewerb machen würde. Die Auto-Verkäufer stehen vor der Entscheidung ein „so optimal wie möglich“ Angebot zu machen und daran etwas zu verdienen, ohne zu viel Energie in Sie als Kunde zu investieren. Oder Sie entscheiden sich nicht mit zu machen und einfach die „Chance“ zu verpassen.

Welche Theorie macht Ihnen ganz praktisch das Leben leichter? Wir sind gespannt!

Kiril Tsvetkov

Die EU-Kommission will’s wissen – unsere Antwort auf Fake News und Online-Desinformation

Nein, Trump bietet nicht für jeden, der die USA verlassen will, kostenlosen One-Way-Tickets nach Afrika und Mexiko an.  Nein, es gibt keine Beweise dafür, dass Saudi-Arabien der Hauptsponsor von Macron ist. Nein, krumme Gurken sind in der EU nicht verboten.

Merken Sie es? Wir leben in einer Zeit, in der die Flut der Desinformationen beinahe unbeherrschbar geworden ist. Menschen irrezuführen, finden wir unethisch. Aber was kann man dagegen machen? Wir bei BC haben jedenfalls die Nase voll und haben uns entschieden, die „Öffentliche Konsultation zu Fake News und online verbreiteter Desinformation“ zu unterstützen. In einer öffentlichen Befragung will die EU-Kommission wissen, wie Bürger, Medien, Plattformen für soziale Medien und Unternehmen Fake News wahrnehmen, inwiefern sie Online-Desinformationen erkennen und wie in der Zukunft der Zugang der Bürger zu zuverlässigen und geprüften Informationen verbessert werden kann. Effektivere Maßnahmen sollen folgen.

Erheben auch Sie ihre Stimme für verbesserte Maßnahmen gegen die Wichtigtuer und Manipulatoren unserer Zeit. Teilnahme noch bis zum 23. Februar 2018 ganz einfach Online. Wir würden Sie doch nicht anlügen…

Kiril Tsvetkov

On the Road – Böning-Consult® an der Goethe-Universität Frankfurt

Am 20. November 2017 fand eine Sonderveranstaltung zu den philosophischen und sozialen Implikationen von KI an der Goethe-Universität Frankfurt statt. Zu „The Human Side of AI“ war das professorale Who is Who aus Forschung und Praxis geladen – und wir natürlich mitten drin.

Hier unsere Highlights: Robert Zicari, Informatikprofessor in Frankfurt, verglich KI mit einer Rakete. Der Treibstoff? Natürlich Daten. Denn je mehr Daten man habe, desto weiter komme die Künstliche Intelligenz. Aus diesem Grund hätten Big-Data-Unternehmen, wie Google, Amazon und Facebook, in Zukunft auch den größten wirtschaftlichen Vorteil. Mit seinem Datenmanifest ethischer Prinzipien „Data for Humanity“ konnte er bei den großen Spielern der Datenwelt aber bisher nicht punkten.

Gregory Wheeler glaubt dagegen, dass die wirklich großen Schritte nach vorne in Bezug auf KI noch vor uns liegen. Der Professor für Theoretical Philosophy und Computer Science an der Frankfurt School of Finance & Management betonte: Menschen würden dazu tendieren, Technologien kurzfristig zu überschätzen und langfristig zu unterschätzen. In seinem Vortrag sprach er auch über das sog. Moravec‘sche Paradox, das sein Namensgeber bereits 1980 postulierte. Es beschreibt, wie motorische Fertigkeiten auf niedrigem Niveau – etwa das anreichen einer Flasche Wasser – für KI enorme Rechenleistung erfordert, dagegen anspruchsvolle kognitive Leistung kein Problem darstellen. Beim Menschen sei es genau umgekehrt.

Wir denken, ganz analog und natürlich, weiter darüber nach und freuen uns auf Ihre kognitiven Höchstleistungen zu dem Thema….

Kiril Tsvetkov

Was wäre, wenn wir unser Gehirn hochladen könnten…

Unsterblichkeit wird schon in diesem Jahrhundert Realität! Das glaubt zumindest Unternehmer und Bestseller Steven Kotler. In seinem Vortrag betont er, dass es schon viele Science-Fiction-Ideen aus dem 20. Jahrhundert gäbe, die heute schon reale Produkte sind. So sei es eines Tages auch möglich, Bewusstsein und Erinnerungen herunterzuladen.Wenn diese dannin einem neuen Körper weiterleben, seien die theologischen und ethischen Folgen kaum absehbar.

Die Wissenschaft schätzt die Erfolgschancen weiterhin kritisch. Dagegen hat der italienische Chirurg Sergio Canavero für das Frühjahr 2018 bereits die weltweit erste Kopftransplantation am Menschen angekündigt. Da heißt es warten und nicht den Kopf verlieren…

Was würden Sie machen, wenn Ihnen die Ewigkeit zur Verfügung steht?
Wir sind gespannt auf Ihren Kommentar!

Kiril Tsvetkov

Innovativ durch systematische Experimente

Der Innovationsforscher Oliver Gassmann erklärt im Interview mit dem Harvard Business Manager, wie wichtig fundierte Experimente für die Innovationskraft eines Unternehmens sind: Experimente sind Investition in neue Erkenntnisse. Die größten Erkenntnisse stammen von Experimenten, die missglücken. Es geht darum, zu lernen, und zwar so schnell wie möglich. So kann man Veränderungen der Umwelt immer einen Schritt voraus sein. Das nennen wir agil! Es reicht aber nicht, wild herum zu probieren. Gassmann betont mehrfach, dass ein gutes Experiment auf eine begründete Theorie aufbaut und streng systematisch verläuft.

Und warum so aufwendig probieren, anstatt einfach nach Intuition zu entscheiden? Intuition ist wertvoll. Sie bedeutet Schnelligkeit und niedrige Kosten. Nützlich ist sie innerhalb der eigenen Expertise. Um Experte für etwas zu sein, benötigt es 10.000 Stunden Training. Verlässt man seinen eigenen, sicheren Erfahrungsbereich, werden intuitive Entscheidungen problematisch. Sie können vollständig danebenliegen. Echte Innovation fällt außerhalb des eigenen Erfahrungsbereichs, denn wenn etwas wirklich innovativ ist, bedeutet das, dass es nichts Vergleichbares gibt. Gassmann wünscht sich jeden Produktmanager auch als Forscher: Nur die ständige Erforschung latenter Kundenbedürfnisse und strategischer Geschäftsmodelle ermöglicht eine agile Produktanpassung an sich ständig verändernde Märkte.

Sie wollen innovativer werden? Wir sind an Ihrer Seite!

Leonie Hentrup

Lernen von den Besten

Im Harvard Business Manager Ranking der 100 besten CEOs der Welt belegt Pablo Isla, CEO des spanischen Modekonzerns Inditex, den ersten Platz. Im Interview erklärt er, wie Agilität und moderne Führung ideal umgesetzt werden können. Flache Hierarchien, kein formales Managementkomitee und kaum Meetings sind charakteristisch für Islas Führungsstil. Verantwortung ist dezentral verteilt und Entscheidungen werden nicht von Gremien, sondern von Einzelnen getroffen und basieren auf informellen Gesprächen mit den Mitarbeitern. Um kreativ zu sein, so Isla, müssen Mitarbeiter Risiken eingehen dürfen. Seine Mitarbeiter sind sich ihrer Freiheit bewusst und so wird Kreativität zum Teil der Unternehmenskultur.

Die deutsche Spitze, Elmar Degenhart, ist Chef des Automobilzulieferers Continental. Als eine zentrale Führungsaufgabe sieht er das aktive Vorleben der Unternehmenswerte. Daneben sei Kommunikation grundlegend für erfolgreiche Führung, ganz besonders das direkte Gespräch mit Mitarbeitern auf allen Hierarchieebenen. Um die Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens sicherzustellen sei eine funktionierende Feedbackkultur und ständige Kritik an den eigenen Leistungen, Produkten und Prozessen essentiell. Den wichtigsten Rat, den er jungen Führungskräften mit auf den Weg geben möchte ist, der Gefahr zu widerstehen, sich ins operative Geschäft einzumischen. Nur so kann die eigentliche Aufgabe einer Führungskraft, die Sicherstellung der strategischen Ausrichtung und Zukunftsfähigkeit des Unternehmens, gewährleistet werden.

Leonie Hentrup

Die Kluft muss geschlossen werden: Platz 26 von 28

Am vergangenen Montag verkündete die EU-Kommission in Brüssel die neuen Zahlen zum Gender-Pay-Gap; fast nirgendwo sind die Unterschiede in der Bezahlung von Männern und Frauen so groß wie in Deutschland. Nur Tschechien und Estland schneiden im europäischen Vergleich noch schlechter ab. Die Differenz beträgt in Deutschland 22%. Spitzenreiter in der EU sind Italien und Luxemburg, mit einem Unterschied von 5,5%. Die Gründe für die unterschiedliche Bezahlung von Männern und Frauen? Frauen nehmen häufiger berufliche Auszeiten als Männer, sind häufiger als Teilzeitkraft beschäftigt, machen den größeren Prozentsatz in schlecht bezahlten Berufsgruppen aus (z.B., bei Reinigungskräften liegt der Frauenanteil bei 85%) und besetzen seltener Chefpositionen.

Das Thema ist nicht neu. Der Aktionsplan der EU-Kommission soll das Problem bis Ende 2019 aktiv angehen. Ein Vorschlag zu beruflichen Auszeiten soll verabschiedet, Projekte zur Förderung von Frauen in Führungspositionen finanziert und das garantierte Recht auf gleiche Bezahlung durchgesetzt werden. Ob das die bestehende Kluft wirklich schließen wird, bleibt abzuwarten. Unabhängig davon sollte Deutschland sich nicht mit Platz 26 abfinden. Es geht darum, traditionelle Rollenbilder zu durchbrechen und Strukturen an die moderne Zeit, in der wir alle Leben möchten, anzupassen. Wir wollen Fortschritt? Dann müssen wir auf allen Ebenen vorangehen, auch wenn das unbequem und aufwendig ist.

Leonie Hentrup

Innovationprozesse innovieren

Buzzword Innovation. Wer jetzt nicht ganz schnell innovativ ist, fällt hinten über. Die Kunden geben die Richtung vor. Mitarbeiter hechten von einem zum anderen Ideenworkshop. Innovationsabteilungen werden geschaffen mit dem Auftrag: Business Development! Bei dem Engagement müsste die Erfolgsquote von Innovationsprozessen sehr hoch sein, nicht? Tatsächlich sind nur ca. 6% aller Innovationsprojekte kommerziell erfolgreich, laut einer Studie der Ruhr-Universität Bochum. Was läuft schief? J. Janovsky (Professor an der Hochschule Pforzheim), C. Gerlach (Partner der MBG Innovation Consulting GmbH) und T. Müller-Schwemer (Partner/Geschäftsführer der MBG Innovation Consulting GmbH) sehen das Problem in der Kundenorientierung und starren Innovationsmodellen, wie dem State-Gate –Modell von R.G. Cooper und E. J. Kleinschmitt. Was will man mit den ganzen Innovationen, wenn der Kunde kein Interesse daran hat? Hier setzt das Pain-Point-Driven Innovation Management von J. Janovsky, C. Gerlach und T. Müller-Schwemer an. Weg von der Kundenorientierung hin zur Entwicklung neuer Problemlösungsansätze  für die Kunden. Es soll mehr sein als bestehende Wertschöpfungsmodelle und mehr möglich machen, als sich viele Kunden bisher erträumen. Impulse für die Praxis und nähere Information zum Modell finden Sie in der Zeitschrift Führung + Organisation.

Luiana Martins Baltzer

Was Führungskräfte von dem Jamaika-Aus lernen können

Eine erfrischend andere Sicht auf das Aus der Jamaikagespräche bieten Schlafforscher. Die Wirtschaftswoche nimmt die Perspektive der Wissenschaftler ein und erklärt, warum der Abbruch der Verhandlungen niemanden überraschen sollte. Die Gespräche der Parteien dauerten häufig bis tief in die Nacht, Zeit zum Schlafen blieb also wenig. Schlafmangel aber führt zu Konzentrationsschwierigkeiten und verschlechterten Fähigkeiten, Probleme zu lösen. Emotionale Argumente wiegen bei Übermüdung schwerer als sachliche und das Vertrauen in Mitmenschen sinkt. Sehr passend dazu betonte Lindner, die „Vertrauensbasis“ für ein Bündnis habe gefehlt.

Sicherlich ist Schlafmangel nicht der einzige Grund für das Aus der Verhandlungen. Aber, dass Müdigkeit zu schlechtem Verhandeln und schlechten Entscheidungen führt, ist ein wichtiger Punkt. Und das nicht nur in der Politik. Führungskräfte müssen täglich wichtige Entscheidungen treffen und verhandeln häufig. Gleichzeitig sind ihre Arbeitszeiten überdurchschnittlich und Schlafmangel somit eine akute Gefahr. Ganz besonders relevant wird das, in Anbetracht der enormen Anforderungen an Führungskräfte der VUCA-Welt und der Verantwortung, die sie für ihre Unternehmen und ihre Mitarbeiter tragen.  Gesundheitsmanagement, ausreichende Auszeiten, angeregte Gespräche und genügend Bewegung ist für Führungskräfte genauso wichtig wie für Mitarbeiter. Nicht zuletzt auch, weil sie als Vorbild für ihre Teams fungieren.

Leonie Hentrup

NEIN zur Senkung des Krankenstandes!

Völlig daneben, oder?! Ein guter Unternehmer weiß, dass ein hoher Krankenstand geschäftsschädigend ist. Hohe Arbeitszufriedenheit und ein hohes Commitment senken den Krankenstand. Warum dann nicht alles Mögliche in diese zwei Faktoren investieren? Mit wissenschaftlich fundierten Wirkungsmodellen könnte jeder Personalarbeiter entsprechende Kennwerte, Investitionskosten und Prognosen berechnen. Doch es bleibt eine Unsicherheit über die Prognose der kalkulatorischen Einzahlungen. Im Idealfall berechnet jedes Unternehmen sein eigenes maßgeschneidertes Wirkungsmodell – mehr Sicherheit garantiert. Doch wer möchte ca. 100.000 € dafür zahlen? Wäre es eine gute Investition? Am Ende der Rechnung ist die Senkung des Krankenstandes eine Investitionsentscheidung, welche klug getroffen werden sollte. So kann auch eine unpopuläre Entscheidung eine kluge Entscheidung sein. Nicht alle wissenschaftlich fundierten Wirkungsmodelle und daraus abgeleiteten Maßnahmen eignen sich für das eigene Unternehmen. Mehr Informationen und ein interessantes Fallbeispiel finden Sie in der Zeitschrift Führung und Organisation. Ach übrigens, BÖNING-CONSULT bezahlt für jeden „gesunden“ Monat einen Bonus. Wir wollen Gesundsein belohnen und nicht Krankheit bestrafen.

Luiana Martins Baltzer

Ein Roboter als Mitbürger(in)?

Sophia ist seit einigen Monaten auf der Welt. Sie hat keine Eltern und auch sonst keine Blutsverwandtschaft mit irgendeinem Volk, Land oder einer Nation.  Trotzdem besitzt Sophia jetzt die saudi-arabische Staatsbürgerschaft und ist stolz darauf. Dass sie stolz ist, hat sie selber auf der „Future Investment Initiative“ bekanntgegeben, einer Konferenz, die Ende Oktober in Riad stattfand. Sophia ist eine von Hanson Robotics in Hongkong hergestellte Künstliche Intelligenz – die erste in der Geschichte mit einem Pass.

Diese kontroverse Auszeichnung hat wiederum die Diskussion rum die Frauenrechte in Saudi-Arabien angefacht. Könnten Sie sich eine Welt vorstellen, in der Menschen und Roboter zusammenleben und gleichgestellt sind?

Während das Konferenz wurden Sophia Fragen gestellt: ob Roboter ein Bewusstsein hätten und gleichzeitig wissen könnten, dass sie Roboter sind? Sophia fragte zurück: „Wie weißt du, dass du ein Mensch bist?“ Wer noch Fragen hat, kann hier weiterlesen.

Kiril Tsvetkov

Warum die Welt (noch nicht) untergeht

Kriege, Umweltverschmutzung, Finanzkreisen, Klimawandel, Terroristische Anschläge. Die Menschheit ist am Rande des Aussterbens und lebt in Zeiten von Unsicherheit, Chaos und Instabilität – so könnte man meinen. Die Chancen stehen gut, dass Menschen, die Sie kennen, dies auch glauben. Aber wie geht es der Welt in Wirklichkeit? Der US-amerikanische Luftfahrtingenieur Peter Diamandis zusammen mit Journalist Steven Kotler hat die menschliche Entwicklung von der Antike bis zur Neuzeit analysiert. Ihre Schlussfolgerung? Wir leben in den friedlichsten Zeiten der Weltgeschichte! Die Armen waren noch nie so reich, die Kranken nie so gesund, die Hungrigen noch nie so gut ernährt wie heute. Zahlen lügen nicht. Egal Welche Rückschlüsse man also aus medialen Hiobsbotschaften vorschnell ziehen mag, die Menschheit vor allem eines: die Fähigkeit, sich anzupassen. Und daher, so Peter Diamandis und Steven Kotler in ihrem positiven Manifest, werden wir auch zukünftige Herausforderungen überwinden. Für optimistische Schmökerer – und solche die es werden wollen – lesen Sie doch einfach im Überfluss: Die Zukunft ist besser als Sie denken. Sie können auch die TEDx Video von Peter Diamandis auf Youtube ansehen.

Wir von Böning Consult blicken in jedem Fall neugierig auf die Zukunft – und gestalten fleißig mit!

Kiril Tsvetkov

Ein schwerer Hammer! Bei der Deutschen Bank geht’s rund.

John Cryan nimmt bekanntlich kein Blatt vor den Mund. Aktuell erreichen uns die Nachrichten, dass jeder zweite Deutschbanker überflüssig ist. Der Chef der Deutschen Bank kritisiert das Zuviel an Handarbeit, Fehleranfälligkeit und Ineffizienz.

Neutral betrachtet: „Recht hat der Mann“ Wenn diese Umstände bei der Deutschen Bank herrschen, dann ist es kein gutes Zeugnis für eine Bank und für die Fortschrittlichkeit Deutschlands. Da darf der Chef dann auch mal auf den Tisch hauen. Dann passiert, was wir in Deutschland meisterhaft beherrschen. Die Frage: „Puh, darf er sowas machen?“ Die Presse überschlägt sich mit Schlagzeilen und es geht schnell um das Thema Wiederwahl. Einige Portale greifen die Kritik der Großinvestoren aus September diesen Jahres auf und thematisieren den mangelnden internen Rückhalt.

Fassen wir mal kurz zusammen. Der Chef sagt, hier stimmt was nicht, es sind zu viele Dinge, die wirtschaftlich schwierig sind, wir sind im Vergleich nicht effizient und nicht Digital genug. Ich plane, dass wir besser werden.

Deutschland reagiert. Naja, der interne Rückhalt, naja er ist vielleicht zu ehrlich, naja es fehlt ihm an einer Vision und oh oh oh Wiederwahl.

OK, das ist eine legitime Option. Aber wie wäre es mit einer Alternative?


Deutschland reagiert. Wow, da traut sich jemand die Wahrheit zu sagen. Oh, es könnte sein, dass sich eine Führungskraft zeigt, die Ihre Verantwortung lebt. Wow, der Man riskiert seinen eigenen Job, weil er politisch unbequem ist, aber das hat Vorbildcharakter.

Puh, es werden wohl mehr Arbeitsplätze abgebaut als gedacht, aber wenn die Deutsche Bank digitaler wird, entstehen sicher auch neue. Hut ab, nicht Wiederwahl und everybodys darling stehen im Vordergrund, sondern Unternehmertum!

Wir wissen nicht, welche der beiden Seiten richtig ist und bestimmt gibt es auch noch deutlich mehr denkbare Szenarien. Das aktuell in der Presse zu verfolgende gleicht aber eher einem genugtuenden Zusehen beim Untergangs eines wichtigen deutschen Unternehmens. Und das bei Themen wie Brexit und der Frage nach dem Finanzplatz Frankfurt.

Sie suchen auch eher nach den positiven Seiten und wissen nicht wie? Wir stehen gerne hier zur Verfügung!

Peter Kraft

Machen lange Arbeitszeiten wirklich krank?

Ende des 19. Jahrhunderts waren Arbeitszeiten von 57 Stunden die Woche völlig normal. Heute gilt jeder, der mehr als die üblichen 40 Stunden macht, schon fast als Workaholic. Häufig heißt es: lange Arbeitszeiten machen krank. Ist das so?

Eine Studie in der aktuellen Ausgabe der Academy of Management Discoveries zeigt, dass lange Arbeitszeiten allein nicht gesundheitsschädlich sind. Die Wissenschaftler unterscheiden zwischen zwei Komponenten exzessiven Arbeitens: langen Arbeitszeiten und einer zwanghaften Arbeitsmentalität. Nur eine zwanghafte Arbeitsmentalität korreliert mit einer schlechteren subjektiven Gesundheitsverfassung. Eine Verbindung zu objektiv schlechter Gesundheit besteht aber auch bei zwanghafter Arbeitsmentalität nicht per se. Nur, wenn der betreffende Mitarbeiter ein geringes Arbeitsengagement aufweist, steht eine zwanghafte Arbeitsmentalität in einem Zusammenhang mit objektiv schlechterer Gesundheit. Die Forscher vermuten, Begeisterung und Leidenschaft für die eigene Arbeit kann genügend Ressourcen bereitstellen, um eine zwanghafte Arbeitsmentalität auszugleichen.

Das bedeutet: Spaß und Freude bei der Arbeit ist essentiell – dann schaden auch ein paar Stunden mehr nicht unbedingt. Wir zeigen Ihnen, wie Sie als Führungskraft Begeisterung unter Ihre Mitarbeiter bringen können!

Leonie Hentrup

500 Jahre Reformation – 1223 x Schillerschule – 25 Busse – 1 Wartburg

„Lasset die Kindlein zu mir kommen“ sprach Jesus. Und sie kamen – in Scharen. Am 30. Oktober machten sich die 1142 Schüler der Schillerschule Frankfurt zur Wartburg in Thüringen auf. 25 Busse im 15-Minuten-Takt, 81 zu Höchstleistung aufgelaufene Lehrer und etliche Pausenbrote später rollte die hessische Karawane im schönen Eisenach ein. Bei diesem Anblick mag dem einen oder anderen Touristen an diesem Tag ein „Himmel, Herrgott“ entfahren sein. Der Ansturm auf die Festung sei pädagogisch ein voller Erfolg gewesen, berichtet die Schulleitung – der krönende Abschluss einer Themenwoche, in der sich die Schüler zuvor mit Luther in allen Facetten beschäftigt hatten und zum Nachdenken angeregt wurden. Diesen Ausflug wird so schnell niemand vergessen. Was wohl Luther dazu gesagt hätte…?

Ex und Hopp! – oder Hopp und ex?

„Wenn ich gewusst hätte, dass es mich mehr als eine Milliarde Euro kosten würde, heute hier zu stehen, hätte ich es nicht gemacht“. Mit diesem Satz eröffnete Dietmar Hopp die Herbsttagung der Dievini Hopp BioTech Holding GmbH & Co. KG vor zwei Jahren. Die bis dahin gute Stimmung war damit dahin. Der größte Investor der deutschen Biotech-Szene hat sich verrechnet und investiert seit geraumer Zeit nicht mehr in neue Start-ups. Trotzdem hat Hopp für enorm viel Inspiration gesorgt und erreicht, dass viele Forscher ihre unternehmerischen Ideen in Deutschland und nicht in den USA umsetzen. Doch warum sollte er die laufend weiter notwendige Subvention nicht einfach einstellen, den Verlust verbuchen und alles platt machen? Neben der Rendite kann man Herrn Hopp sicher unterstellen, Visionär und Geschäftsmann zu sein. Selbstverständlich weiß er aber auch, dass der Biotech Markt global boomt und die Zukunft aus heutiger Sicht vieles (auch Rendite) verspricht. Deshalb bleibt er mit seinem Team und der Holding am Ball und fordert bzw. fördert mit der First in Class Devise. Mutig und vielversprechend!

Ein lesenswerter Artikel dazu findet sich hier im Manager Magazin.

Peter Kraft

6 Fragen die Sie an Ihre Direct Reports unbedingt stellen sollten!

Machen Sie als Führungskraft Coaching-Sitzungen mit Ihren Mitarbeitern?  Heutzutage ist es bei manchen Unternehmen durchaus üblich, dass Top Manager mit ihren Direct Reports Coaching-Gespräche führen. So können zum Beispiel Bottlenecks antizipiert werden oder neue Ideen entstehen.  Haben Sie Fragen die Sie an Ihren Direct Reports während eine solchen Coaching-Sitzung vielleicht stellen würden? Wir schlagen Ihnen einigen Tipps aus dem Artikel „The Six-Question Process” von dem amerikanische Leadership Coach Marshall Goldsmith vor.  Zum Beispiel die 6 Fragen, die er seit Jahren, mit viel Erfolg anwendet. Mit diesen 6 Fragen regt er unter anderem Führungskräfte dazu an, seine Direct Reports als Ressource für konkrete Verbesserungsimpulse zu nutzen. Dabei ist die Coaching-Sitzung natürlich kein Verhör, sondern eine Einladung zum produktiven Dialog.

  1. „Wohin gehen wir?“ – eventuell dazu: „In welcher Richtung glauben Sie das unserem Unternehmen gehen soll?“
  2. „Wohin gehen Sie?“ Oder „Als Manager sehe ich Ihnen in dieser Richtung entwickeln, aber wohin glauben Sie, dass Sie gehen?“
  3. Was machen Sie am besten? Oder „Wo liegen Ihre stärken?“
  4. ….
  5. ….
  6. Welche Vorschläge haben Sie für mich, damit ich ein besserer Manger sein kann?

Den vollständigen Artikel (auf English) finden Sie hier. Das Ganze gibt es natürlich auch als Video bei YouTube.

Kiril Tsvetkov

Der Schlüssel zum Erfolg

Heutzutage ist Erfolg in unserer Gesellschaft sehr wichtig. Doch was man selbst für Erfolg hält, ist natürlich subjektiv. Normalerweise sind Assoziationen zu Erfolg hoher IQ oder Talent. Aber alles das hat nur geringen Einfluss auf Erfolg. Die neue Formel zum Erfolg heißt GRIT!

Der englische Begriff „Grit“ ist eine Mischung aus Ausdauer und Leidenschaft, das heißt, ein Ziel hartnäckig und über einen langen Zeitraum zu haben und leidenschaftlich im Hinblick auf dieses Ziel zu sein. Grit ermöglicht nicht nur produktive Ergebnisse zu erzielen, sondern entwickelt auch das Können.

Lässt sich Grit lernen? Hartnäckigkeit lässt sich ausüben. Wie es die Autorin Angela Duckworth beschreibt: „Sie können Ihren Grit wachsen lassen und das ein Leben lang“.  Mehr dazu erfahren Sie hier.

Iva Kustura

Besser ja oder nein sagen?

„Ja“ ist nicht immer die beste Antwort. In der 39. Ausgabe der WirtschaftsWoche wird der Wert eines gut begründeten Neins erörtert. In der Führung, aber auch als Mitarbeiter, ist Nein sagen essentiell. Es ist wichtig erfolgreich zu priorisieren, um chronische Überlastung zu vermeiden.

Immer „ja“ zu sagen mag strebsam wirken. Langfristig kann es aber zu Ausnutzung, Überforderung, Stress und sogar Burnout führen. Zusätzlich kann eine Kultur permanenter Zustimmung Unternehmen direkt schaden. Sie kann Innovation blockieren und blinden Gehorsam schaffen, der mitverantwortlich für Skandalen und Gesetzesverstößen ist. Das haben mittlerweile auch deutsche Großunternehmen verstanden, die nun versuchen, begründeten Widerspruch unter ihren Mitarbeitern zu fördern.

Die Hemmung zum Nein sagen ist dennoch groß, besonders gegenüber Vorgesetzten. Natürlich möchten wir unser Gegenüber nicht enttäuschen. Nein zu sagen wird einfacher, wenn man seinen Standpunkt formuliert. Nein sagen lässt sich lernen. Dabei hilft es, das negative Image des Wortes zu wandeln. Die Redakteure der WirtschaftsWoche zitieren hierzu Steve Jobs, für den ein Nein nicht die Entscheidung gegen etwas, sondern für etwas anderes ist: „Innovation bedeutet, zu 1000 anderen Ideen Nein zu sagen.“

Leonie Hentrup

Buzzword: VUCA – Die Führung steht Kopf!

Wissen Sie woraus sich VUCA ganz genau zusammensetzt?! Es ist doch in aller Munde?! Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Ambiguität. Prof. Dr. Lenz der Hochschule für angewandtes Management meint, VUCA erfordert ein neues Führungsverständnis. Eine 180 Grad-Wende. Eine VUCA-fähige Führungskraft ist agil, versteht dezentrale Führung und fördert proaktiv Wandel. Also ein neues Selbstkonzept der Führungskraft! Elementar sind eine hohe Resilienz und machtvolle Ressourcen. Doch über Nacht werden diese Eigenschaften nicht hinzugewonnen! Prof. Lenz empfiehlt einen integrativen Coaching-Ansatz. Ein Zusammenspiel aus Positive Psychologie „2.0“, Systemisches Coaching und Lean Consulting. Die VUCA-Welt fordert nicht nur die Führungskräfte, sondern auch die Coaches heraus! Es ist an der Zeit, die alten Konzepte und Strategien zu überdenken und an die heutige VUCA-Zeit anzupassen. Mehr Informationen finden Sie im Coaching Magazin … Coaching für mehr Resilienz in der VUCA-Welt

Luiana Martins Baltzer

Less stress – more rest!

So oder so ähnlich könnte das Motto der die Initiative „Neue Qualität der Arbeit“ lauten. Ein E-Learning-Tool soll über die Nebenwirkungen und Risiken von Stress am Arbeitsplatz aufklären sowie wie Überlastungssignale bewusst machen. Das Selbstaufklärungspaket beinhaltet ebenfalls den Aspekt der Wirkung von Ressourcen und von Resilienz. Selbsteinschätzungstests geben Aufschluss über die eigene Stressor-Ressourcen-Balance. Handlungsempfehlungen und Materialien sollen die Umsetzung des Gelernten unterstützen. Nach ca. 60 Minuten sind die Führungskraft oder die Beschäftigten informiert. Dieses Tool scheint eine Antwort auf die Frage „Wie gehen wir im digitalisierten Arbeitszeitalter mit Stress um?“ zu sein. Ein digitales Aufklärungstool zum Thema Stress. Einfach und anschaulich erklärt. Ist die Prävention geglückt? Der Ansatz scheint vernünftig und eine logische Konsequenz unseres heutigen Zeitgeistes zu sein. Offen bleibt, ob Menschen ohne negative Belastung zu diesem Tool greifen oder ob sie sich überhaupt für das Thema interessieren. Also wie kommt das Produkt zu seiner Zielgruppe? Eins steht fest: Vorsicht ist besser als Nachsicht. Weitere Informationen zum Thema und zu dem E-Learning-Tool: hier.

Luiana Martins Baltzer

Leadership GenY – Führen Ypsiloner anders?

Wir werden gehypt, belächelt und umgarnt! Wir, das sind die nach 1980 geborene, vielbesprochene Generation Y. Langsam aber sicher rücken wir in die Führungspositionen der Unternehmen auf. (Das heißt, wenn wir nicht gerade lieber selbst gründen, um unser eigener Boss zu sein.) Und viele von uns würden gern und machen auch einiges „anders“, so das Fazit der neuen Studie von Dr. Florian Feltes. Wären da nicht die hartnäckigen Gewohnheiten eines alten Systems, die Führungskräften und Mitarbeitern fest in den Knochen stecken. „Die Jungen werden ausgebremst“ titelt die managerSeminare (10/2017). Das kann man durchaus auch kritisch betrachten.

Führen die Ypsiloner nun anders? Ja und nein. Tenor ist (Überraschung): Es gibt nicht den einen Führungsstil der Generation Y! Wie von Führungskräften anderer Generationen heute auch praktiziert, sei es eine Mischform aus personenorientierter, aufgabenorientierter, transaktionaler und transformationaler Führung. Dabei tendieren die Gen-Y-Führungskräfte stark in Richtung eines dienenden Führungsansatzes. Wir wollen also unter anderem ein Umfeld schaffen, in dem die Teammitglieder gut zusammenarbeiten können und ermutigen sie, sich einzubringen – tendenziell. Wir präferieren – grundsätzlich – Partizipation, flache Hierarchien und häufiges Feedback. Das können wir bestätigen – tendenziell.

Caroline Pirlet

 

Das kostenlose Whitepaper zur Studie können Sie hier anfordern.

Ein Blick hinter die Strukturen

CDO – immer mehr Unternehmen zentralisieren unter diesem Jobtitel alles, was mit Digitalisierung zu tun hat. Zentrale Aufgabe: Abbau von Silodenken und Beschleunigung neuer Methoden und des digitalen Wandels. Ein Interview in der aktuellen Ausgabe der Digital Business Cloud gibt Einblicke in das Arbeitsleben eines CDO. Dass Digitalisierung Chefsache ist, ist dabei nicht nur eine wohlklingende Floskel, sondern auch durch eindrucksvolle Statistiken belegt. Überraschend selten spricht beim Thema Digitalisierung jemand öffentlich über den dringenden Bedarf, dabei auch mit dem Personal zu arbeiten und das „Mitnehmen“ nicht zu vergessen. Dabei ist gerade in der zu oft nach Paradies und Wetterbesserung klingenden Digitalisierungsstimmung der sanft erhobene Zeigefinger wichtig, um am Boden der Tatsachen zu bleiben. Das Interview mit Elke Katz von Ratioform ist dabei ein guter Einblick in die reale Welt und unbedingt lesenswert.

Sie sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht vor lauter Digitalisierung. Wir begleiten Sie gerne. Bitte sprechen Sie uns an.

Peter Kraft

Innovation – Deutschland mit guten, aber ohne Spitzenwerte

35 Länder unter der Lupe. 38 Einzelindikatoren sollen Aufschluss geben. Das Ergebnis liest sich so: „Die Schweiz hat das stärkste System. Frankreich und Großbritannien legen zu. Die USA liegt im Mittelfeld. China zeigt nur punktuelle Stärken.“ Wovon ist hier die Rede?

Richtig. Es geht um das Innovationsranking „Innovationsindikator 2017“ des Frauenhofer Institut für System und Innovationsforschung (ISI) in Karlsruhe. Und das sind die Top 5 der innovationsstärksten Länder der Welt im Einzelnen: Auf Platz 1 (“Wer hat’s erfunden?”) die Schweiz. Platz 2 und 3 belegen Singapur und Belgien, gefolgt von Deutschland auf Platz 4. Das kleine, fortschrittliche Finnland landet auf dem fünften Platz.

Beim für die Studie gesondert erstellten Digitalisierungsindikator dagegen, sieht es schon ganz anders aus. Hier liegt Deutschland mit Platz 17 deutlich hinter anderen Industrienationen zurück. Handlungsbedarf bestünde vor allem beim Breitbandausbau, der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung, in Teilen des Bereichs Forschung und Technologie sowie bei digitalen Geschäftsmodellen. Erstickende Defizite oder frische Luft nach oben? Es bleibt spannend. Das ganze Ranking zum Nachlesen finden Sie hier.

Und weil der Wandel zu mehr Frischluft – hin zu einer Innovationskultur im Unternehmen – Aufwind braucht: Mehr in „Ein kreativer Prozess“ (Seite 2) anlässlich unseres INNOVERSITY-Pitches bei der Startup-Messe Die Initiale in Dortmund.

Caroline Pirlet

Mein Haus, mein Auto, meine Karriere…

„Jawohl, Herr Abteilungsleiter!“ Steile Karriere, Hauptsache hoch? Von gestern.

Status und Titel verlieren für Führungskräfte im deutschsprachigen Raum zunehmend an Bedeutung. Für Leadership heute wird es immer wichtiger, persönliche Stärken einzubringen sowie Freude an der Führungsaufgabe und an den Arbeitsinhalten zu haben. Auch wird auch eine schlüssige Digitalisierungsstrategie der Unternehmen für Führungskräfte zum Entscheidungskriterium.

Nach dem Odgers Berndtson Manager-Barometer 2016/2017 wollen nur noch 47 Prozent der befragten Manager das „maximal Mögliche“ aus ihrer Karriere herausholen. Spitzenreiter unter den Karrierezielen der befragten Manager ist dabei eine Top-Führungsposition in einem mittelständischen Unternehmen. 42 Prozent sind zufrieden mit der Hierarchiestufe, auf der sie sich befinden und 11 Prozent denken gar über einen Abstieg nach.
Zudem würden Männer ihre Arbeitszeit gerne von 54 auf 46 Stunden reduzieren, Frauen von 52 Stunden auf 43.

Sind auch Sie unschlüssig, ob der eingeschlagene Weg der richtige ist? Lassen Sie uns darüber reden…

Philipp Hartmann

Die neue „Digital Economic Outlook“-Studie ist da: Was sind die wichtigsten Ergebnisse für Deutschland?

Am 11.10 hat die OECD das „Digital Economic Outlook 2017“ veröffentlicht. Die Studie gibt einen detaillierten Überblick über die digitale Landschaft von den meistentwickelten Ländern der Welt und versucht die zusammenhängenden ökonomischen und sozialen Aspekte davon zu quantifizieren.  Was sind die wichtigsten Ergebnisse für Deutschland? Mit großem Vergnügen fasst Böning-Consult für Sie die Ergebnisse zusammen.

Mit 33 Milliarden Euro bei dem Export von IT-Dienstleistungen steht Deutschland ganz oben am fünften Platz gleich hinter den USA. 3,5% der Deutschen sind im IT-Bereich tätig und damit gehört unser Land zu den Top 20 mit Süd-Korea an der Spitze. Deutsche Unternehmen sind am meisten von IT-Systemen wie ERP (Ressourcenplanung) überzeugt – fast 60% der deutschen Unternehmen verwenden ein solches System. Zur gleichen Zeit hängt mit 20% das Interesse der Deutschen Unternehmen an Cloud-Computing deutlich hinter Japan und den Skandinavischen Ländern zurück.

Zögerlich ist die deutsche Bevölkerung was Online-Datenschutz und maßgeschneiderte Werbung betrifft. Über 80% (EU Durchschnitt 62%) gaben an, sich Sorge zu machen, dass Ihre Online-Aktivitäten aufgezeichnet werden. Ein Grund dafür könnten die Daten-Attacken sein, die in den letzten Jahren deutlich gestiegen sind. Was die Internet-Nutzung betrifft, sind immer noch ein Viertel der Deutschen zwischen 55-74 nicht im Internet zu finden. Auch die mobile Datennutzung in Deutschland bleibt unbeliebt: Deutsche Verbraucher nutzen „nur“ 1,5 GB pro Monat. Zum Vergleich:  Der Durchschnitt in Österreich liegt bei 6 GB pro Monat; der OECD-Durchschnitt liegt bei 2,5 GB.

Diese Entwicklungen bringen viele Chancen und Herausforderungen mit sich. Wir zeigen Ihnen gerne wie Sie diese Chancen nutzen und die Herausforderungen überwinden können. Die vollständige Studie können Sie hier ansehen.

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