Werden Sie ein Vernetzer – oder sind Sie’s schon?

  27. Juli 2018

Selbstbewusst und sicher Mitarbeiter führen und entwickeln. – Der aktuelle Harvard Business Manager (8/2018) unterscheidet zwischen „Good Coach, [und] bad Coach“. Anhand einer Studie des Marktforschungsunternehmens Gartner (N=7300) werden vier Coach-Typen unter den Vorgesetzten identifiziert. Manager sind unterschiedlich erfolgreich, je nachdem, ob als „Lehrermanager“, „Immer-da-Manager“, „Vernetzermanager“, oder „Chearleadermanager“. – Der erfolgreichste Typus ist der „Vernetzermanager“.

Er gibt zielgerichtetes Feedback, für andere Themen knüpft er Kontakt mit Experten im Unternehmen. Der „Vernetzermanager“ setzt sich, im Vergleich zu den anderen drei Typen, am intensivsten mit den Fähigkeiten, Bedürfnissen und Interessen seiner Mitarbeiter auseinander. Und er besitzt so viel Selbsterkenntnis und Souveränität, dass er eigene Kompetenzlücken zugeben kann und auf die jeweiligen Experten verweist.

Die Manager-Rolle „Vernetzer“ („Liaison“) wurde bereits 1989 von Henry Mintzberg als eine von zehn Rollen eingeführt (Mintzberg on Management: Inside our Strange World of Organizations, New York). Die oben genannte Untersuchung bestätigt die Bedeutung dieser Funktion. Sie ist eine der drei interpersonellen Rollen neben der „Gallionsfigur“ („Figurehead“) und dem Vorgesetzter („Leader“).

Die wichtigste Ergänzung in der aktuellen Studie ist die Betonung der notwendigen Selbsterkenntnis und dem souveränen Umgang mit eigenen Kompetenzlücken. Nicht der perfekte Chef, sondern der selbst-bewusste und -sichere unterstützt seine Mitarbeiter am besten. Sich dahin zu entwickeln kann eine wesentliche Aufgabe von Management-Coaching sein.

Michael Berger


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