Was haben Greta, Carola, Volodymyr und Svyatoslav gemeinsam?

  22. Juli 2019

Greta Thunberg, Carola Rackete, Volodymyr Zelensky und Svyatoslav Vakarchuk begehren auf. Ökologisch, migrations- und staatspolitisch.

Die beiden Frauen kommen aus unterschiedlichen Welten: Hier eine Schülerin, die die Schule schwänzt, um auf die kommende Klimakatastrophe hinzuweisen, dort eine Hochsee-Kapitänin, welche ein Polizeiboot rammt, um im Hafen von Lampedusa anlegen zu können, damit die aus Seenot geretteten Flüchtlinge versorgt werden.

Die beiden Männer sind ukrainische Entertainer: Der eine ist als Komödiant gerade zum Präsidenten gewählt worden, der andere ist der potenzielle Koalitionspartner für eine neu gewählte Parlamentsmehrheit.

Allen vieren ist gemeinsam, dass sie großen Zulauf durch die Bürger ihrer Länder – und länderübergreifend – erhalten. Die Erklärung: Das politische Establishment hat versagt.

Was heißt das für das Management von Unternehmen? In Organisationen können nicht so leicht kulturelle Erdbeben ausgelöst werden. Aber es wird versucht, sie zu verhindern. Das Selbsterhaltungsprinzip wirkt allerdings in Staaten wie in Firmen ähnlich:

Es geht um Machterhalt. Allerdings erfolgt dies in Unternehmen häufig kurzsichtig: Manager sind gefragt als Kurzzeit-Optimierer: Handle so, dass Dein Unternehmen die nächsten Jahre (mindestens bis zur nächsten Aktionärsversammlung) überlebt. Damit ist langfristig kein Staat zu machen. – Solange die Eigentümer Unsicherheit vermeiden, wie der Leibhaftige das Weihwasser, werden notwendige Transformationen – gerade in der Führung – vermieden.

 


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