Nicht die Digitalisierung ist der entscheidende Faktor für die Zukunft – die Jugend ist es

  29. Januar 2019

Seit einem halben Jahr demonstriert die 16-jährige Greta Thunberg vor dem Schwedischen Reichstag für die Erhaltung unserer natürlichen Umwelt: „Skolstrejk för Klimatet“. Sie hat eine entsprechende Botschaft an die Teilnehmer des Weltwirtschaftsgipfels in Davos gerichtet, zu dem sie mit dem Zug gereist ist. Vorher sprach sie bereits auf der Weltklimakonferenz in Kattowitz.

Jetzt haben deutsche Schüler diese Initiative übernommen und demonstrieren jeden Freitag („Fridays for Future“) in verschiedenen Städten, u.a. auch beim Treffen der Kohlekommission in Berlin:

„Wir können nicht für die Zukunft lernen, wenn wir keine haben“ zitiert SPIEGEL ONLINE die jungen Demonstranten. Die Schüler-Aktivitäten von Aachen bis Zweibrücken werden auch als „Schulstreik“ bezeichnet, da die Teilnahme am Unterricht gesetzlich verpflichtend ist.

Natürlich könnten die Aktivisten auch nach der Schule demonstrieren gehen, allerdings wäre der Effekt kaum spürbar gewesen. Durch das Schwänzen des Unterrichts haben Sie zunächst eine höhere Aufmerksamkeit erhalten, als durch Ihre Demonstrationen selbst. Leider sind in der Geschichte immer wieder erst Verstöße gegen die Ordnung Auslöser für nachhaltige Veränderungen geworden. Spätestens jetzt sollten wir hinhören.


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