Neue Arbeit, neues Führen

  19. September 2018

Eine neue Theorie, und schon neue Zweifel!

Dass neue Arbeitsräume („New Work“) automatisch zu Kreativität, Innovation und Leistungssteigerung führen, bezweifelt Carsten C. Schermuly in Organisationsentwicklung. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Denn es gilt:

„M e h r als coole Büros“ sind notwendig, um die Arbeitssituation an aktuelle Herausforderungen anzupassen.

 

Der Begriff „Empowerment“ wurde in den 90er Jahren eingeführt, um größere Eigenverantwortung, Eigenständigkeit und Zielorientierung am Arbeitsplatz zu schaffen. Der Effekt des Konzepts wird durch vier Faktoren maßgeblich beeinflusst:

• Die Persönlichkeit der handelnden Mitarbeiter und Führungskräfte
• Strukturelle Arbeitsbedingungen, wie angepasste Hierarchien, Autonomie in Arbeitszeit + Arbeitsweisen
• Merkmale der Organisation: Offenheit für Veränderung, lernbereite Unternehmenskultur
• Psychologisches Empowerment: Kompetenz, Bedeutsamkeit, Selbstbestimmung, Einfluss.

 

Die optimalen Umsetzungs-Effekte sind: Intrinsische Motivation, innovatives Verhalten, Leistungsbereitschaft, affektive Bindung, Arbeitszufriedenheit, psychische Gesundheit.

Gebraucht wird ein entsprechender Führungsstil mit den Rollen:
„Sinnstifter“ + „Coach“ + „Beteiliger“ + „Ermächtiger“ + „Personalentwickler“ + „Vorbild“.

 

Damit das gelingt, muss das Unternehmen und die Führungskräfte diesen Anforderungen gerecht werden. Es geht um die Arbeitsgestaltung, die Personalauswahl und -entwicklung, Führung und Organisationskultur.

 

Um mit Milton Friedmann zu sprechen: „There ain´t no such thing as a free lunch.“

 

Michael Berger


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