Künstliche Intelligenz – zum Dritten

  29. März 2019

„… denn sie wissen nicht, was sie tun.“ Hier sind Computer gemeint. Insbesondere die sogenannte „Künstliche Intelligenz“ (KI). „Gar nicht so smarte Assistenten“ heißt denn auch eine Kolumne in der ZEIT vom 14. März (No 12). Es wird die berechtigte Frage gestellt: „Wie intelligent ist Künstliche Intelligenz?“

Sie arbeitet nur sehr bedingt vergleichbar wie die menschliche Intelligenz. KI funktioniert nach dem Prinzip „Kluger Hans“, einem Pferd, das angeblich rechnen konnte. Ein Beispiel: Das Konstrukt „Schiff“ wird nicht als Summe der Attribute eines Schiffes identifiziert – wie wir das als Menschen tun –, sondern von einem Algorithmus so klassifiziert, weil das Objekt von Wasser umgeben ist. Der „Kluge Hans“ beantwortete Rechenaufgaben aus dem Publikum richtig, weil er auf die Mimik und Gestik seines Herrn reagierte. Darin bestand seine Intelligenz.

Algorithmen, aus denen KI besteht, sind mathematische Formeln, mit denen große Datensätze durchsucht und bearbeitet werden. Sie verstehen nicht, was sie tun. Nullen und Einsen, aus denen Bits und Bytes bestehen, haben keine Intelligenz. Und Computer arbeiten prinzipiell wie mechanische Registrierkassen. Nur, dass statt Zahnräder elektronische Signale miteinander verknüpft werden.

Ärzte und Patienten z.B. vertrauen sich leichtfertigt den Algorithmen an, von denen man nicht genau weiß, wie sie zu den Ergebnissen kommen. Der Autor, Harro Albrecht, zitiert daher Henry Ford:

„Denken ist die schwerste Arbeit, die es gibt. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum sich so wenige Leute damit beschäftigen.“ Dem ist – leider – nichts hinzuzufügen.


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