Individuelle Zukunftsfähigkeit – eine paradoxe Herausforderung

  14. Januar 2019

Wie K. Eidenschink auf dem Coaching-Kongress des DBVC in Potsdam präsentierte, geht es bei unserer persönlichen Zukunftsfähigkeit darum, Disruptionen unserer psychischen Selbstregulation bewältigen zu können.

Sechs Thesen zeigen auf, dass – ganz im Sinne systemischen Denkens und Handelns – die Anforderungen an uns widersprüchlich sind. Nicht nur auf der Handlungsebene betrachtet, wo der Gewinn des Einen (Abteilungsleiters bei XYZ) häufig der Verlust des Anderen (Abteilungsleiter-Kollegen) ist. Sondern vielmehr paradoxe Herausforderungen im Rahmen unserer inneren kognitiven Bewältigungsprozesse zu bewältigen sind:

Es hat keinen Sinn (mehr) nach Sicherheit zu streben, sondern es geht vielmehr darum, im Umgang mit Unsicherheit sicher zu werden. Es geht weiterhin darum, es genießen(!) zu können, sich enttäuschen zu lassen. Und um die Kunst, als unvollkommen („nobody is perfect“!) leben zu können.

Das widerspricht unseren wesentlichen Grundbedürfnissen. Und bedeutet somit eine (psychische) Revolution. Es ist eine Form gleichsam der „Umkehrung aller Werte“, welche eine neue Art und Weise der psychischen Bewältigungsfähigkeit darstellt.


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