Generationswechsel in Familienunternehmen

  20. August 2018

„… dann könnte ich ja gleich sterben!“
Generationswechsel in Familienunternehmen? Schwierig bis schmerzhaft. Nicht nur wegen möglicher finanzieller oder rechtlicher Konsequenzen. Das Problem bei der Firmenübergabe liegt in unterschiedlichen Sichtweisen der Generationen und Personen. Das Ergebnis? „Kein Neuanfang möglich: 37 % der Senior-Unternehmer können nicht „loslassen“. (Quelle: DIHK: Herausforderungen für Unternehmensnachfolgen wachsen).
Eine Unternehmensnachfolge gibt Anlass für Unterstützung u.a. im Konflikt zwischen den Kindern, die als Geschäftsführer tätig, aber noch keine Inhaber sind. Auf die Frage des zitierten Beraters, wie denn der Senior die Situation beschreiben würde, kommt nach einer Pause die Antwort: „Dann könnte ich ja gleich sterben!“ – Damit wird der Konflikt deutlich: Man bräuchte keinen „Alten“ mehr, wenn die Jungen mit den Problemen der Geschäftsführung fertig werden würden. Es gilt auch, bestehende Konflikte zu lösen, um eine handlungsfähige Geschäftsführung zu erhalten. Der Noch-Inhaber glaubt, im Sinne der Firma das Beste zu tun: Er will ja lediglich falsche Entscheidungen vermeiden. Erst wenn die Konsequenzen des eignen Handelns gesehen werden, besteht die Möglichkeit der Korrektur.
Michael Berger


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