Frankfurter Buchmesse

  25. September 2018

70 Jahre Frankfurter Buchmesse im kommenden Jahr! Der Welt größte Literatur-Ausstellung! Nach dem 2. Welt-Krieg zum ersten Mal im September 1949.

Seit Johannes Gutenbergs erstem Buchdruck im 15. Jahrhundert bis zum späten 17. Jahrhundert war Frankfurt das literarische Zentrum Deutschlands. Mit den politischen Verwicklungen im Zuge der Reformation und vor allem der Zensur durch die kaiserliche Bücherkommission im Rahmen der Gegenreformation wurden die Geschäfte stark beeinträchtigt. Dafür nahm Leipzig von der Aufklärung bis zur Nachkriegszeit den Platz Frankfurts ein.

Bücher haben wechselnde Bedeutung. Aber sie haben nicht nur seit einem halben Jahrtausend alle politischen Veränderungen überlebt, sondern sind jeweils immer wieder zu neuer Blüte erwacht. Die Druckmaschine hat die Verbreitung des geschriebenen Wortes ermöglicht, heute wird sie zunehmend durch elektronische Medien ersetzt. Aber die Technik ist nur Mittel zum Zweck, veröffentlichte Gedanken zu verbreiten. Die Freiheit des Wortes und der Gedanken (Voltaire: „Sire, geben Sie Gedankenfreiheit!“) ist eine der drei Grundlagen unserer westeuropäischen Gesellschaftsordnung seit 239 Jahren: „Liberté, Egalité, Fraternité“. Diese Werte gilt es zu leben und zu verteidigen.

 

Michael Berger


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