1. Was könnten IHRE STRESS-AUSLÖSER sein?

Ob Sie es glauben oder nicht: Fast alles kann zu einem Stress-Auslöser werden!

 

3 Beispiele:

  • Wer isst nicht gerne Schokolade?
    Stellen Sie sich vor, Sie müssten in den nächsten 6 Wochen morgens, mittags und abends nur noch Schokolade essen: Wie ginge es Ihnen damit? Hätten Sie viel Freude und Genuss bei dieser Vorstellung?
  • Sie arbeiten gerne. Sehr schön!
    Stellen Sie sich vor, Sie müssen in den nächsten 3 Monaten ohne Pause jeden Tag arbeiten. Kein Wochenende, kein Urlaub? Wie fänden Sie das?
  • Urlaub ist für die meisten Leute ein ziemliches Vergnügen. Für Sie auch?
    Stellen Sie sich nun vor, Sie hätten im nächsten Jahr keine Chance, dieses Vergnügen zu erleben? Wie ginge es Ihnen damit?

 

Stress bei einer Business-Frau

Was ist das Fazit?

Fast alles kann zum Stressor werden, auch wenn man das nicht glauben mag, weil wir die Zusammenhänge nicht sehen. Viele Menschen wissen nicht, dass sich unterschiedlichste Stress-Effekte mischen können. Deshalb unterschätzen sie die ersten Anzeichen und reagieren erst, wenn der Stress zur Belastung wird… (Stress-Eskalation)

Der Trost:

Es gibt auch positiven Stress! Nicht jeder Stress ist negativ. Aber man muss beides unterscheiden können: Wussten Sie, dass ein heftiges Verliebt-Sein fast die gleichen physiologischen Reaktionen auslösen kann wie ein negativer Stressor? Nämlich erhöhten Blutdruck, Schwitzen und Herzrasen …

Aber eines gilt immer: Unter Stress reagiert das ganze „System Mensch“! Immer reagieren Körper und Psyche zugleich – auch wenn Sie es nicht bewusst merken. Zumindest am Anfang, um bei einem längeren Anhalten zur Erschöpfung oder zur Aggression zu führen, wenn zwischendurch keine Entspannung stattfindet.

2. Was sind STRESS-REAKTIONEN oder STRESS-SYMPTOME?

Aaaaaaah! Jetzt fängt es an, etwas schwieriger zu werden. Anders gesagt: Wie sieht es mit Ihrer Achtsamkeit aus? Oder sind Sie ein Mann, der darauf ohnehin nicht achtet, weil Männer ja echte Aufgaben und Herausforderungen zu bewältigen haben? Oder gehören Sie zu den Frauen, die etwas leisten und Karriere machen wollen – und deswegen selbstverständlich die Extra-Meile gehen …?

Wir selbst halten es mit Hochleistungssportlern und zufriedenen, glücklichen Menschen, die gerne alt werden wollen – aber nicht unsterblich…
Diese zeichnet aus: Sie beobachten sich selbst, ihren Körper und ihre psychische Verfassung. Sie analysieren ihre Situation und reflektieren darüber und ziehen Konsequenzen. Und dann die richtigen!

Was Sie beobachten sollten, um festzustellen, ob Sie unter Stress stehen? Die Antwort ist einfach – so scheint es!
Hier sind einige Symptome auf jenen 3 Ebenen, auf denen sich unser Stressgeschehen abspielt:

Auf der kognitiv-emotionalen Ebene:

Innere Unruhe, schlechtes Gewissen, Zweifel, Selbstunsicherheit, Unkonzentriertheit, Angst, Ärger, Gereiztheit, Unzufriedenheit, Wut …

Schreiender Mann
Schlafende Frau auf Sofa

Auf der vegetativen Ebene:

Schlechter Schlaf, Müdigkeit, Mattigkeit, hoher Puls, hoher Blutdruck, häufige Anfälligkeit für Erkältungen, Druck in der Brust …

Auf der muskulären Ebene:

Anspannung, Kopfschmerzen, Verspannungen, ständiges Wippen mit den Beinen oder Füßen, Krämpfe tagsüber oder in der Nacht, Rückenschmerzen …

Frau vor Laptop mit Nackenschmerzen

Die Beispiele für Stress-Reaktionen könnten auf allen Ebenen fortgesetzt werden. Und es sieht so aus, als habe jeder Mensch ein spezifisches Stressprofil, auf dem sich die eigenen körperlichen oder psychischen „Schwachstellen“ am stärksten oder häufigsten abbilden.

Denn: Stress ist normal. Niemand kann dem entgehen, solange er lebt. Und wir brauchen Stress zum Leben. Aber: Die Frage ist nur, wie man immer wieder „herunterkommt“.
Die gute Balance zwischen Anspannung und Entspannung ist das Entscheidende. Nicht Anstrengung per se ist schlecht, sondern Überanstrengung.

 

Nicht totale Ruhe ist das Gute, sondern der Wechsel zwischen Arbeit oder Herausforderung auf der einen Seite und Ruhe oder Entspannung auf der anderen. Hochleister werden nur Hochleister, wenn sie auch zur Ruhe finden können, zum Ausgleich kommen und zufrieden sind. Und das gelingt nur mit einer ständigen Selbstaufmerksamkeit: Wo stehe ich? Wann geht es mir gut? Was fehlt mir jetzt? Was wäre schön...? Und wo will ich hin?

Anders gesagt: Nach der Erkenntnis kommt die „Therapie“, denn gegen den Stress kann man unerwartet viel tun, wenn man weiß, was zu tun ist! Aber nicht das, was Caroline hilft, hilft John ebenfalls. Und was Schnacko in der Muckibude gefällt, nutzt Cloé u. U. sehr wenig…

3. Die besten Maßnahmen gegen den STRESS?

Bleiben Sie gelassen: Die gibt es nicht! Denn Menschen sind verschieden! Sind Individuen und haben meist ein individuelles Stress-Profil. Das sollte man kennen! Es reicht nicht, nur zu wissen, was man gerne macht! Das, was gegen Stress wirkt, muss zu der Ebene passen, auf der die wichtigsten Stress-Symptome bei Ihnen zu finden sind. Womit wir wieder bei den 3 Stress-Ebenen angekommen wären.

 

1. Die richtige Stress-Diagnose:

Nutzen Sie einen echten Stress-Test – keinen aus der TV-Zeitung! Gehen Sie zu einem Experten! ODER – Schreiben Sie alle Stress-Symptome auf, die sie bei sich finden und ordnen Sie diese den oben genannten 3 Stress-Ebenen zu. Überlegen Sie, welche Maßnahmen sie bereits durchführen oder in jedem Fall durchführen sollten.

 

2. Auswahl der richtigen Maßnahmen

Die nachfolgenden Bilder zeigen Maßnahmen zur Stress-Reduktion. Welche beiden Vorschläge gefallen Ihnen am besten? Aber fragen Sie sich dann, passen die Maßnahmen auch zu meinen Symptomen? Was tun Sie denn bisher? Und was wollen Sie in Zukunft tun?

3. Allgemeine Fitness-Faktoren

Es gibt 5 wichtige Fitness-Faktoren, die man gut trainieren kann:

  • AUSDAUER z.B. Laufen, Nordic Walking, Langlauf, Wandern, Fahrrad fahren, Schwimmen, Rudern…
  • BEWEGLICHKEIT z.B. Gymnastik (Oh, altmodisch?), Aerobic, Tanzen, Yoga …
  • KOORDINATION z.B. Golf, Boxen, Klettern, Surfen, Mikado spielen …
  • KRAFT z.B. Kraft-Übungen im Studio, Aerobic-Übungen zu Hause …
  • SCHNELLIGKEIT z.B. Ball-Spiele im Team, Tischtennis, Tennis, Seil-Springen …

Es gibt viele Möglichkeiten. Das Wichtige ist die richtige Auswahl! Deshalb ist der Weg zu einem Profi sinnvoll, der Ihnen weiterhelfen kann, egal welche Ausbildung, Hautfarbe und Lebenseinstellung er, sie oder SIE haben!

Allgemeine Grundregeln

Minimum:

2 x 30 min/Woche – ein Ausdauertraining schadet Ihnen vermutlich nicht, wenn Sie das Richtige tun!
1 x 60 min ist gleich viel – nützt aber weniger!
Warum? Der Trainingseffekt verliert nach 2-3 Tagen seine Wirkung …!

Besser:

1 x 60 min/Woche ein Ausdauertraining + 1-2 x/Woche ein Lusttraining. Das ist schon ganz gut und dürfte Ihnen helfen…

Und vergessen Sie nicht:
Entspannung tut gut, lesen tut gut, fernsehen tut gut. Aber alles mit Maß und Sinn. Nicht jedem/jeder gefällt alles gleich. Und nicht alles tut jeder/jedem gleich gut! Deshalb macht es Sinn, ein sorgfältiges Stress-Coaching z.B. bei einem Profi – einem STRESS-Coach zu ordern, der mit Ihnen die richtige Diagnose erstellt, mit Ihnen die richtigen Maßnahmen erarbeitet – und Sie nicht nur bei der Einsicht, sondern vor allem bei der Umsetzung unterstützt!

Zur Stress-Prävention wie zur Stressbewältigung gehören Entspannungs-Techniken wie Meditation (für die kognitiv-emotionale Ebene), Autogenes Training (vegetative Ebene) oder Muskelentspannung (muskuläre Ebene) oder auch Yoga für den ganzen Körper.

Fröhlicher Mann und fröhliche Frau stehen Rücken an Rücken mit verschränkten Armen

Die Vielzahl der Maßnahmen ist groß, Sie müssen nicht alles praktizieren. Das Richtige reicht. Ob geistig, seelisch, körperlich oder emotional: Für Verstehens-orientierte Menschen helfen andere Maßnahmen als für Handlungs-orientierte. Und bei Beziehungs-orientierten muss man manchmal andere Maßnahmen vorschlagen. Nicht nur in diesem Fall hilft ein STRESS-Coaching, was Körper, Geist und Seele als Einheit versteht.

Dr. Uwe Böning und Brigitte Fritschle

Rufen Sie uns doch ganz einfach an! Wir stehen Ihnen als Gesprächspartner gerne zur Verfügung!

Signet Böning Consult GmbH

RESILIENZ

Wunderbar: Wieder so ein geheimnisvolles Buzzword, das einem die sehnsüchtigen Sinne vernebeln kann – oder steckt da etwas Ernsthaftes und Sinnvolles drin?

Es steckt aber etwas Ernsthaftes und Sinnvolles darin – und es hat viel mit STRESS zu tun: Es geht sozusagen um die andere Seite dieser Medaille: RESILIENZ meint die psychische Fähigkeit – Gelassenheit und Widerstandskraft – auf Herausforderungen mit positiver Lust und Engagement bzw. auf Krisen mit großer Widerstandskraft zu reagieren.

RESILIENZ beleuchtet die Aufbau-Seite eines guten kognitiven und emotionalen Immunsystems der eigenen Persönlichkeit, auf Belastungen mit passenden Bewältigungsmechanismen reagieren zu können!

Und wer hat das nicht schon gerne?

 

RESILIENZ ist eine Verfassung, eine Haltung, ein Bewusstsein, eine Fähigkeit, die man auf vielfältige Weise erwerben kann. Naja, nicht so ganz einfach, wie sich das jetzt anhört. Aber es ist kein Lebens-Schicksal, das man hat oder eben nicht hat.

Durch welche Faktoren wird RESILIENZ beeinflusst oder auch im Leben gefördert oder aufgebaut?

Durch

  • eine positive Kindheit und Jugend, in der ein wohltuender Körperkontakt und eine vertrauensvolle familiäre Umgebung für ein gutes Gerüst gesorgt hat. Sozusagen ein Urvertrauen in sich selbst und ein Zutrauen zu sich selbst…:
    z.B.

    • dass die Aufgaben zu schaffen sind, dass mir schon etwas Richtiges einfällt
    • dass ich keine Sorgen haben muss, dass mich niemand liebt
    • dass ich meine Stärken und Schwächen kenne und selbstverständlich damit umgehen kann
    • dass ich weiß, was ich will und meine Ziele vor Augen habe
    • dass ich Vorbilder erlebt habe, an denen ich mich auch bei wandelnden Situationen ausrichten kann
Kind beim Dachensteigenlassen im Sonnenuntergang
Verliebtes heterosexuelles Paar steckt die Köpfe zusammen
  • eine gute Beziehung – hetero- oder homosexuell – von der ich weiß, dass ich sie leben kann. Positive Partnerschaften stabilisieren das Selbstwertgefühl ungemein. Sie können – wenn’s klappt – richtig wohltuend oder spaßig sein, ernst und arbeitsam, aber erfüllend – so wie bei uns.
  • Arbeit als Erfüllung kann ein toller Motivator sein. Es tut gut, sich über Erfolge und eigene Fähigkeiten freuen zu können – weshalb manche Menschen sich nicht in Arbeit flüchten, sondern sie suchen: Wenn Arbeit Anerkennung, Erfüllung und Verantwortung bedeutet …
Fröhlicher Mann klatscht andere Person ab
Mann in der Natur mit Backpacker-Rucksack macht Foto bei Sonnenuntergang
  • Eine hohe Befriedigung eigener Sehnsüchte, die das Leben als befriedigend, als anregend und lohnend erleben lassen: Das kann Manager wie Bergsteiger, Sängerinnen wie Schriftsteller, Arbeiter wie Mönche betreffen.
  • Das Leben muss nicht wie in einer Schablone ablaufen, ein bisschen Füllhorn kann es schon sein. Was aber nur nutzt, wenn man die Erfolge genießen kann. Wenn man Glücksumstände zu schätzen und Dankbarkeit für das Erlebte zu registrieren weiß. Wenn man das Glück einer vertrauensvollen Beziehung nicht als Selbstverständlichkeit behandelt, sondern das Gegenüber spüren lässt, wie schön es ist, mit ihm oder ihr zusammen zu sein!
Zwei Frauen umarmen sich im Café bei einer Tasse Kaffee
„Eine Beziehung ist schön! Und eine gute Beziehung macht resilient!“
Glück nennt man das üblicherweise ...
Selfie von einer Gruppe fröhlicher, junger Menschen
  • Gregor Hasler, ein Schweizer Psychotherapeut, spricht vom „Wir-Faktor“:
    Gemeinschaft gibt Halt. Gibt Sinn. Und Zufriedenheit: Mein Verein. Meine Gruppe. Mein Unternehmen. Neben „Meine Familie“ und „Meine Kinder“ können größere soziale Bindungen oft sinnstiftend sein.
  • Albert Ellis und Martin Seligman, zwei amerikanische Psychologen, legen nicht nur Wert auf soziale Faktoren, sondern gehen sehr verhaltensorientiert und selbststeuernd vor. Sie vermitteln Selbstinstruktionstechniken, mit deren Hilfe man sich selbst motivieren, eine kritische „Sache“ aus verschiedenen Perspektiven sehen oder sich selbstmotivierend auf bestimmte positive Problemlösetechniken konzentrieren kann.
Mann beim Heimwerken/Bastelarbeiten mit Holz
Frau mit Klangschale in der Hand
  • Wieder andere nutzen westliche oder asiatische Meditationen, praktizieren Beten, suchen Glaubensgemeinschaften, die soziale Fürsorge für Andere – und machen die Erfahrung, wie lebensbejahend das Kümmern um Andere sein kann. Diese Fürsorge führt oft zu einer bewegenden Dankbarkeit durch Andere und/oder die Erfahrung eines sinnhaften „Eingebundenseins“ in eine größere Ordnung!

Und zum Schluss: Denken Sie an Gras zwischen den Fußplatten auf dem Gehweg oder an kleine Bäume, die scheinbar ohne Nahrung an der Hausecke wachsen. Keiner kümmert sich darum. Aber sie leben und wachsen. Auch das ist eine Form von Resilienz!

Nicht aufgeben gelingt in schwierigen Lebenskrisen nur resilienten Menschen, die aus durchgestandenen Krisen lernen, wie man immer wieder wachsen kann…

Resilient kann werden oder sein, der auch die Endlichkeit des eigenen Lebens verstehen und annehmen kann.

Die Resilienz-Pyramide von BÖNING

Akzeptanz der eigenen Sterblichkeit, Würde, Glück

Erreichen von eigenen Zielen, Bedürfnisbefriedigung

Leistung in unterschiedlichen Bereichen, etwas schaffem und aufbauen

Status, soziale Stellung, positive Balance zwischen Selbst- + Fremdbild

Zwischenmenschliche Kommunikation, Feedback, innere Balance, befriedigender Sex

Wohnung, eigener Verfügungsbereich, Lebensunterhalt, überlebensfähiges Einkommen, Geld, Rechtssicherheit für Person + Besitz

Nähe, Geborgenheit, Liebe, Anerkennung, aktivierende Zuwendung, Gehirnanregung

Ernährung, Schlaf, Gesundheit, Unversehrtheit

Von Maslow haben wir die Bedürfnis-Pyramide übernommen und zur Resilienz-Pyramide weiterentwickelt.

Bedürfnisse schwanken im Laufe des Lebens und zeigen Prioritätsveränderungen. Es ist ein Faktum, dass für die Resilienz jedes Einzelnen nicht immer die hier beschriebene Stufenfolge zutrifft: Jeder Mensch hat sein eigenes Motivations- und Resilienz-Profil, das Sie mit Ihrem Stress- und Resilienz-Coach gut herausarbeiten können.

Die Fragen heißen immer wieder:
Wo stehe ich gerade? Wo will ich hin?
Tue ich das, was ich kann, was ich will – oder nur das, was die anderen von mir wollen?
Wenn ich Ziele habe, weiß ich, wie ich sie erreichen kann?
Tue ich genügend für meinen Körper, meine Ausgeglichenheit, meine Emotionen?
Akzeptiere ich mich selbst, so wie ich bin, denke und empfinde?

Wenn ich darauf mit einem selbstverständlichen JA antworten kann ….