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Verliert man durch zu viel Empathie im Rennen um die Führungsposition?

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Empathie laugt aus, macht einsam und manipuliert die Wahrnehmung, so ein ganz neuer Blickwinkel auf die Bedeutsamkeit von Einfühlungsvermögen für Führungskräfte. Eigentlich wird immer wieder von allen Seiten betont, dass eine gute Führungskraft empathisch sein soll. Doch wer zu empathisch ist, habe es auf dem Weg in die Führungsetage schwer. Autorin Jenny Niederstadt erklärt in der 4. Ausgabe der Wirtschaftswoche 2016 ihre Sicht auf das Thema: Da man verschiedenen Menschen gegenüber sehr unterschiedlich viel Empathie empfindet, wird Empathie zum unfairen Ratgeber. Außerdem ist empathisch sein anstrengend und raubt viel Energie, die dann an anderen Stellen fehlt. Besonders Frauen sind sehr einfühlsam und erledigen so häufig fremde Aufgaben, die viel Kraft kosten. Wer also den ganzen Tag empathisch agiert, kommt abends schon abgestumpft nach Hause. Abends ist dann die Empathiefähigkeit ausgelaugt und so leidet möglicherweise noch das Privatleben. Man kann also durch zu viel Empathie sogar einsam werden.