Co-Creation…

bezeichnet die gemeinsame Wertschöpfung von Unternehmen und deren Kunden. Co-Creation ermöglicht es Kunden, ihre Erfahrungen mit den Services und Produkten von Unternehmen mitzugestalten und auf ihre realen Bedürfnisse auszurichten.

Erstmals verwendet wurde der Begriff 2000 von Coimbatore Krishnarao Prahalad und Venkatram Ramaswamy. Die Wissenschaftler beschrieben die radikale Veränderung der Kundenrolle: Aus ehemals passiven Produkt- und Dienstleistungsnutzern wurden aktive Gestalter der User-Experience. Eine Quelle an Kompetenz und Know How für Unternehmen. Als Beispiel nannten Prahalad und Ramaswamy Microsoft: Über 650.000 Kunden hatten eine Beta Version von Windows 2000 getestet und Ihre Verbesserungsideen an Microsoft weitergegeben. Das Resultat war eine win-win Situation: Manager konnten Windows 2000 vor ihrer Kaufentscheidung testen und Microsoft konnte auf reale Kundenbedürfnisse eingehen und so ein auf Ihre User zugeschnittenes Produkt verkaufen.



Prahalad und Ramaswamy betonten schon 2000, dass ein aktiver Dialog zwischen Unternehmen und deren Kunden Grundstein für zukünftigen Erfolg
bilde. Erst ein Jahrzehnt später verbreitete sich der Begriff Co-Creation in der Wirtschaft. Heute wird die Methode in allen Branchen verwendet, ob durch Austausch auf Online-Plattformen oder gemeinsame Workshops. Die DHL z.B. besitzt ein eigenes Innovation Lab in dem sie Kunden als Co-Creators ins Scenario-Planning einbindet: Verschiedene Zukunft-Scenarien des Jahres 2050 bieten die Basis für einen gemeinsamen Transfer in die heutige Zeit. Dabei werden potentielle zukünftige Probleme erörtert und passende Innovationen entwickelt. Ergebnisse? Z.B. Parcelcopter, ein Forschungsprojekt zur Drohnenauslieferung und Maintenance on Demand (MoDe), ein System zur automatischen Meldung von LKW Wartungsbedarf, das Wartungskosten senkt und Fahrzeugausfälle reduziert.


Muss Co-Creation immer gleich ein Innovation Lab bedeuten? Auf keinen Fall, es kann auch einfach darin bestehen, dass Nike-Kunden ihren Schuh durch die Auswahl der Einzelteile selbst online kreieren. Fest steht, dass es auf den heutigen, agilen Märkten durchaus zum Wettbewerbsvorteil führen kann, Kunden in die eigene Wertschöpfung einzubinden.

 

 

 

Zum Abschluss noch ein paar Dos und Don’ts zur Co-Creation von Jeremy Brown, dem CEO der Londoner Unternehmensberatung Sense:

  • Wählen Sie Co-Creators, die Kundenextreme darstellen (z.B. Ablehner des Produkts)
  • Erwarten Sie keine Aha-Momente bei Co-Creation Workshops – die Kunst liegt im Synthetisieren der Ideen und Erkennen von grundlegenden Themen
  • Prototyp über Prototyp! Die Ideen müssen zum Leben gebracht, zerstört und wieder neu erfunden werden!
  • Unterschätzen sie nicht die Arbeit, eine Online-Community energetisiert zu halten
  • Bringen Sie eigene Mitarbeiter mit den Co-Kreatoren zusammen – sonst werden deren Ideen intern nicht angenommen
  • Kritisieren Sie keine Ideen, weil sie „dumm“ klingen – häufig versuchen genau diese Ideen, intelligent definierte Probleme zu lösen

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Co-Creation…

ist ein strategisches Vorgehen, mit dem Unternehmen gemeinsam mit Ihren Kunden die Wertschöpfung vorantreiben. Kunden werden als Kompetenzquelle und nicht als passive Nutzer betrachtet und gestalten aktiv ihre User-Experience mit.

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Blue Ocean Strategy…

ist eine Methode zur Entwicklung von langfristig erfolgreichen Geschäftsmodellen. Kern der Blue Ocean Strategy ist es, nicht am Wettbewerb innerhalb existierender Märkte teilzunehmen, sondern neue Märkte und Teilmärkte zu erschließen und sich so dauerhaft gegen die Konkurrenz durchzusetzen.

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Chaos-Kompetenz…

ist die Fähigkeit, Chaos als Situation mit hohem Komplexitätsgrad und nicht als Durcheinander wahrzunehmen und dementsprechend ruhig und angemessen emotional oder rational zu reagieren.

 

 

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Effectuation…

ist eine Entscheidungslogik, mit der unter ungewissen Bedingungen erfolgreich gehandelt werden kann. Anders als im klassischen Management werden nicht Mittel gesucht, um ein festgelegtes Ziel zu erreichen, sondern Möglichkeiten und Ziele aus den bereits vorhandenen Mitteln entwickelt.

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Creative Problem Solving (CPS)…

ist ein strukturierter Kreativitätsprozess, in dem neue Lösungen für Probleme generiert und Veränderungsprozesse gesteuert werden. Das Vorgehen kombiniert unsystematisches mit rational-logischem Denken.

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Ambidextrie…

ist die Fähigkeit von Unternehmen, sowohl effizient als auch innovativ zu sein – also beidhändig zu agieren. Innovationsabteilungen werden streng vom strukturierten Tagesgeschäft getrennt, wobei beide Bereiche auf der Senior Management Ebene eng verknüpft bleiben.

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Nudge Management…

ist eine neue Form des Managements. Statt, wie im klassischen Management, mit Regeln oder Anweisungen das Handeln der Mitarbeiter zu steuern, wird im Nudge Management der Raum um die Mitarbeiter so umgestaltet, dass konstruktive Verhaltensweisen angeregt werden.

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Design Thinking…

ist ein kreativer Ansatz zur Entwicklung von neuen Ideen. Der Prozess der Ideenentwicklung ist iterativ und legt einen starken Fokus auf die Bedürfnisse der Kunden. Design Thinking Teams sind interdisziplinär und arbeiten in flexiblen Raumkonzepten.

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Disruption…

ist ein Prozess, in dem Gründer oder Unternehmen bestehende Geschäftsmodelle, Produkte, Technologien oder Dienstleistungen verdrängen, um durch eigene Innovation exklusive Produkte für die breite Masse zugänglich zu machen.

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Agilität…

ist die Fähigkeit einer Organisation, flexibel, aktiv,
anpassungsfähig und mit Initiative in Zeiten von Change und Unsicherheit zu agieren.
In der Praxis werden unter Agilität vier zentrale Aspekte verstanden:
Geschwindigkeit, Anpassungsfähigkeit, Kundenzentriertheit, Haltung.

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VUCA…

Volatility, Uncertainty, Complexity und Ambiguity fassen die Herausforderungen der modernen Arbeitswelt zusammen. VUCA erfordert differenzierte Handlungsmuster für die einzelnen Dimensionen des Akronyms und ein neues Verständnis von Führung in unbeständigen Systemen.

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