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Der bessere Weg zum Job

Die Struktur unseres Schulsystems hat ihre Anfänge im frühen Mittelalter. Oblag die Beschulung früher ausschließlich der Kirche, wandelte sich dies über die Reformation und die im Spätmittelalter aufkommenden Standesschulen und Ritterakademien. Ein Vorläufer der heutigen Realschule. Schauen wir unser heutiges Schulsystem an, hat es wenig mit Kirche und Rittertum zu tun. Es erhebt aber wie früher den Anspruch, Schüler auf eine Aufgabe bzw. das Leben vorzubereiten. Deshalb wird gerechnet, geschrieben, in der Geschichte gewühlt, gemalt, gebastelt, programmiert usw. Wer gut darin ist, auswendig zu lernen, hat einen Großteil der Fächer in der Tasche und läuft Gefahr, sich zu langweilen. Die alles überschattende Überschrift der Schulzeit heißt: „Anpassung“! Insbesondere die Generation Y wird damit bis zu Perfektion in ein Bild gepresst, das die jungen Berufsstarter mit Beginn ihrer Suche nach einem Beruf regelrecht aus der Haut fahren, verzweifeln oder sich gnadenlos überschätzen lässt. Durch die strikte Einhaltung der Lehrpläne in zu großen Klassen  stehen Junge Menschen alleine mit sich und den Elementen ihrer Persönlichkeitsbildung da. Was jetzt? Erst mal Studieren! Der Einstieg in die bekannte Achterbahn. Dann Beruf. Aber bitte – YOLO – eine geile Aufgabe, die Sinn macht und das Privatleben nicht zu kurz kommen lässt. Wie gut ich das verstehen kann!! Nach den ersten Berufsjahren fragt man sich, ob die Kolleginnen/Kollegen eigentlich alle verrückt sind und warum Unternehmen so konsequent ignorant sind, wenn es um Motivation, Innovation und Zukunftsplanung geht. Schnell einen anderen Job oder doch die eigenen Ideen in einem Start-Up verwirklichen!? Erst jetzt beginnt die reale Vorbereitung aufs (Berufs)Leben. Die Parabel und der Zirkel liegen längst verstaubt in der Dunkelheit des Schlampermäppchens. Da stimmt was nicht! Genau das, sagten sich auch der Gouvernerus von Messachusetts und einige einflussreiche CEOs. Genau deshalb gibt es an allen Community Colleges in Boston ein Unterstützungsprogramm, in welchem Schüler durch Mentoren aus Unternehmen begleitet und „beschult“ werden. Man könnte sagen, auf das Berufsleben vorbereitet werden. Die Unternehmen gehen dabei auch die Verpflichtung ein, eine feste Anzahl von Absolventen garantiert aufzunehmen.

Es geht also doch auch anders! Vielleicht kommen wir in Deutschland auch auf diesen oder einen ähnlichen Trichter? Mehr zu dem Thema in der aktuellen Ausgabe des Harvard Business manager 08|2017.

Sie stehen selbst vor dem Eintritt ins Berufsleben, sind auf Anpassung getrimmt, suchen nach Sinn und Erfüllung und sind sich im Unklaren wo die Reise hin gehen soll? Bitte rufen Sie mich an!

Peter Kraft