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2 Startup Teams und ihre Probleme

Schön, dass wir Unternehmer haben und solche, die es werden wollen. Ihnen gehört (doch) die Zukunft, zumindest die wirtschaftliche. London fördert sie. Berlin feiert sie. Und Frankfurt will sie pflegen.

Entspricht das aber dem Selbstverständnis der „Startupper? Sind sie sich nicht selbst genug, wenn sie gute Produkte haben, ein Dach über dem Kopf, den Laptop notfalls auf den Knien und der Auftritt auf jeden Fall ohne Krawatte. Weil das ja Freiheitsliebe und sportliche Initiative zeigt.

Aber was ist denn, wenn sie ein Unternehmen gründen mit Freunden oder Kollegen – und dann zusammenarbeiten? Wenn das Unternehmen etwas größer wird und das Team eventuell auch?
Das RKW (2016) hat eine aktuelle Studie zu Herausforderungen für Startup-Teams mit dem Titel „Gründungen scheitern nicht am Team, sondern im Team“ mit der Frage: „Was sind die größten Probleme, mit denen Startups kämpfen?“ veröffentlicht. Die Studie hat es in sich!

Sind es Räume? Die Ausstattung? Die Kunden? Die Finanzierung? Oder…?

Man soll es kaum für möglich halten, aber es ist wahr: Nicht Technik, nicht die Finanzen oder die Freundin sind es, mit denen die Kämpen kämpfen. Es ist die Psychologie, genauer gesagt der Umgang miteinander in einem kreativen, leistungsorientierten oder wenigstens einem anspruchsvollen Team. Wobei das letzte vermutlich das größte Kapital ist, das in Startup-Firmen so herumliegt.

Zu den wichtigsten empirischen Ergebnissen:

7 Probleme, mit denen Startups am meisten kämpfen:

  1. Verantwortung
  2. Zielsetzung
  3. Kompensation fehlender Kompetenzen und Erfahrungen
  4. Kommunikation und Koordination
  5. Entscheidungsfindung und Durchsetzung
  6. Persönliche Konflikte
  7. Anteilsverteilung

Was soll man dazu sagen? Es menschelt unter den Gründern: Die Technik haben sie im Griff, aber die Psychologie hat sie im Griff! Und was machen sie jetzt damit? Offensichtlich zu wenig. Denn sie sind ja kreativ, super-modern, zukunftsfähig und eigenständig. Nur leider vergessen sie die Evolution, glauben zwar nicht an den lieben Gott, aber dafür an sich selbst. Weil sie ja Erfinder sind. Und Unternehmer. Und Kommunikation heißt bei ihnen technische Kommunikation, Zugang zum Netz, Social Media und Wirtschaft 4.0, oder/und …

Aber Kommunikation hat auch eine tiefe menschliche Bedeutung – nicht erst wenn es um Beziehung, Sex und zwischenmenschliche Probleme geht! Es gilt immer noch und immer wieder: Kommunikation ist nicht alles. Aber ohne Kommunikation ist alles nichts! Solange es Menschen gibt, lohnt es sich, das nicht zu vergessen: Zwischenmenschliche Kommunikation beeinflusst den Erfolg, den eigenen wie den des Teams. Gerade den im Team. Aber was Leistungssportler wissen – und Hochleistungssportler im Besonderen –, das haben die Freaks noch zu lernen: Wie man führt, wie man zusammenarbeitet, wie man selbst auftritt, wie man …

Es soll dafür auch Spezialisten geben, die sich diesbezüglich auskennen. Damit man nicht alles neu erfindet, was es längst schon gibt. Das gilt für das Wagenrad, das Sonnenrad, den Elektromotor und auch für die praktische Psychologie – im Alltag, im Leistungssport und im Business. Vor allem im Business. Und vor allem für Beginner – es sei denn, man hätte den Sohn von Einstein persönlich vor sich sitzen.

Man könnte sich ja einmal erkundigen…

Fragen kostet ja nichts!













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